INGRID J. POLJAK
I vita I text I lesungen I literarische werke & bücher I textbeispiele I literatur projekte I graphik I aktuell I zurück I
geboren 1943 in Wien,
entdeckte im Alter von 13 Jahren das Buch
Der Geisterseher von Schiller/Ewers: es wurde zu ihrem langjährigen Kultbuch.
Gleichzeitig begann sie in Ermangelung von anderen Büchern, die ihr gefallen hätten, selbst Romane zu schreiben.
Nach dem Studium an der TU Wien war sie viele Jahre als Architektin und nebenberuflich als Grafikerin tätig.
Während dieser Zeit kam sie nur sporadisch zum Schreiben, einige Romane und Romanfragmente blieben liegen.
Interview mit Ingrid J Poljak in Buchmanie
www.bild-zeichen-text.at mailto: ingrid poljak
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„Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, mich in meine Figuren hineinzuversetzen und ihre Freuden und Sorgen, Triumphe und Enttäuschungen mitzuerleben“.
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lesungen
2013
2. Juni Lesung bei Literatur im Ground Xiro (gemeinsam mit Waltraud Zechmeister) Fotos von der Lesung
4. Mai www.radioaktiv.cc Literatur am Abend
Literarischer Neujahrsempfang 2.1. Ground Xiro
2012
20.12. bilder.worte.töne (gemeinsam mit Irene Pollak)
WEIHNACHTEN – EINE KONFLIKTREICHE BEZIEHUNGSKISTE?
Literarische Reflexionen von Ingrid J. POLJAK & Irene POLLAK
ergänzt durch Texte zum Weltuntergang von Jura SOYFER (1912-1939)

6. Dezember, BILDERMORD im Atelier A Zum Blauen Pfau am Spittelberg, Kirchberggasse 17, 1070 Wien
22. Nov. Café Kreuzberg, 1070 Wien, Neustiftgasse 103 Gemeinschaftsabend mit drei anderen Krimiautoren!

15. Nov. 2012 Buchhandlung Erlkönig, 1080 Wien, Strozzigasse 19
www.erlkönig.at/index.php?option=com_content&view=article&id=59&Itemid=59
25. - 28.10.
www.galeriestudio38.at/ART.Messe
3. Oktober 19:00 Cafe ANNO Lerchenfelder Straße 132, 1080 Wien
20. September Lesung bei bilder.worte.töne KUNST.Krimi! www.galeriestudio38.at/LITERATUR20
18. September 2012 19:30 Uhr Ingrid Poljak las bei der KRIMINACHT Wien Cafe Journal Kaiserstraße 56, 1070 Wien Telefon: 01/523 03 02
www.kriminacht.at/de/programm/mitwirkende/318/Ingrid-J-Poljak

Fotos (c) Herbert Aussenek und Helga Kolsky
Lesung bei bilder.worte.töne am 20. Juni (Vernissage Therry Schlaffer) www.galeriestudio38.at/THERRY
www.galeriestudio38.at/literatur20
Teilnahme an Lesungen im Atelier A „Zum Blauen Pfau“
Teilnahme an Lesungen in der Wiener Urania
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literarische werke
Seit sie vor einigen Jahren den Beruf aufgegeben hat, widmet sie sich wieder ganz dem Roman,
nebenbei schreibt sie auch Kurzgeschichten.
Sie arbeitet zurzeit an Krimis und Thrillern und ist Mitglied der Mörderischen Schwestern.
Während ihr Roman (Arbeitstitel „Falsche Bilder“) erschienen ist, arbeitet sie bereits am nächsten.
Im Verlag edition atelier ist die Anthologie „Brüchige Welten“ erschienen,
eine Sammlung von Beiträgen von AutorInnen, die an Lehrgängen bzw. am
Literarischen Salon des Instituts für Narrative Kunst (INK) teilgenommen haben.
In dieser Sammlung ist Ingrid POLJAK
mit ihrer Geschichte „Die Zelle“ vertreten, einer Parabel.
www.editionatelier.at/index.php/bruechige-welten-spuren-schreiben-spuren-lesen.html
textbeispiele
Fast ein Roman-Auszug:
Die Generalprobe zu Hoffmanns Erzählungen war zu Ende. Das Theatervolk drängte aus der Kühle des Festspielhauses hinaus in den heißen Mittag. Nur Valentina schwamm gegen den Strom.
„Ihr Ex ist auch grad hineingegangen. Er muss was ändern bis heut um fünf.“
Also doch, dachte sie. Sie hatte es nicht verlangt von Henri, aber offensichtlich hatte der Regisseur ihre Betroffenheit bemerkt. Henri, seit seiner Entlassung Kulissenmaler, hatte den drei Frauen Hoffmanns auf dem Bühnenbild ihr Gesicht gemalt.
Sie nickte und bog um die Ecke. Ihre Sandalen klapperten auf dem Steinboden. Am Ende des Ganges drückte Henri gerade den schweren Türflügel auf, er hielt mitten in der Bewegung inne und wandte den Kopf. Er sah alt aus.
„Hat Jack dir gesagt, wo ich bin?“
„Du bist mehr hier als anderswo.“
Er streckte den Rücken, drückte sich mit den Schultern ab. Sein Arm schlug locker gegen die Stahltür. „Geht es dich was an?“
Sie stand vor ihm und überlegte. Jedes Wort konnte ein falsches Wort sein, jede Geste die falsche Geste. „Wenn etwas mich betrifft, dann geht es mich auch etwas an.“
„Betrifft dich etwas?“
Sein Tonfall gefiel ihr nicht. Und sie bemerkte, dass die scheinbar lockere Hand zitterte. Nicht daran denken, sagte sie sich, nicht an seine schweißnassen, blutigen Hände, nicht daran, wie er damals die Wohnungstür hinter sich versperrt hatte. Wenn er jetzt die Tür zufallen ließ, war sie nicht gefangen, sie brauchte nur den grünen Fluchtwegleuchten nachgehen. Jede der Türen ging nach außen auf.
Als er ihr die Tür aufhielt, war sie bereit, ihn in die Eier zu treten, wenn er nach ihr greifen sollte.
Der Eiserne Vorhang zwischen Haupt- und Seitenbühne war offen. Valentina folgte dem Lichtschein, der von der Seitenbühne her in die düstere Halle drang. Kein Arbeitsgeräusch, kein Surren der Scheinwerfer. Das Klappern ihrer Sandalen auf dem Holzboden war das einzige Geräusch, und sie versuchte, es zu unterdrücken.
Henri schloss zu ihr auf. „Was willst du hier? Es ist Pause.“
„Mach dir um meine Pausen keine Sorgen.“ Sie ging unbeirrt weiter, dem vielleicht zehn Meter hohem Buch entgegen, das aufgeschlagen in der Mitte der Seitenbühne stand, verankert an den Laufkatzen an der Decke. Eine schmale Leiter auf Rädern stand davor. Valentina schaute hinauf. An der obersten Strebe hing eine Arbeitsleuchte, die das Bildnis Olympias erhellte. Jetzt nicht mehr Valentinas Gesicht wie gestern noch, sondern das Gesicht der Dessay, der Sängerin.
„Zufrieden?“
„Und Giulietta?“ Es war Giulietta, über die sie sich aufgeregt hatte, eine gefesselte, den Voyeuren präsentierte Giulietta, mit dem Gesicht Valentinas.
„Komm in einer Stunde wieder.“
...
Der Beginn einer Kurzgeschichte:
Bilderleiche
Ferdinand Plischka war mausetot.
Dabei wollte ich ihn nicht umbringen. Ich wollte ihm nur klarmachen, dass er mich nicht erpressen konnte. Seinetwegen hatte ich als Kulturbeauftragter durchgesetzt, hier auf dem Dachboden des aufgelassenen Klosters Künstlerateliers unterzubringen. Ich ließ ihn im Klosterpark Kurse für Hobbymaler veranstalten, bei denen er sich offiziell die Butter aufs Brot verdienen konnte. Und den großen Schnitt verdankte er ausschließlich mir. Wer sonst zahlte ihm ein Vermögen für sein Geschmiere?! Aber nein, er konnte den Hals nicht voll kriegen. Wollte einfach noch zehntausend extra!
Er lag vor mir, als wäre er über die Streben seiner Staffelei gestolpert. War er ja auch. Natürlich, es hätte genauso gut ein Unfall sein können. Wenn da nicht das Loch in seinem Kopf gewesen wäre und ich nicht den steinernen Mörserstößel in der Hand gehalten hätte.
Es roch nach Ölfarbe und Terpentin, der Bratengeruch wehte von der Klostertaverne herüber.
Ich lief aufs Klo, wusch den Stößel und trocknete ihn mit Klopapier ab. Während ich das Klopapier hinunterspülte, beschloss ich, den blöden Stößel im Klosterhof in der Mulde für Bauschutt zu versenken.
Sollte ich auch die Leiche verschwinden lassen? Malkurse fanden heute nicht statt, und dass im Erdgeschoss des Gebäudes noch die Anstreicher werkten, hielt Neugierige fern. Auf jeden Fall musste ich den Hieronymus Bosch in Sicherheit bringen. Wenn ich auch noch nicht wusste wie.
...
Ein Schmunzelvers:
Das Krokodil
Ein Krokodil
schwamm auf dem Nil.
Es schwamm hinauf nach Assuan
und schaute sich den Staudamm an.
Das arme Tier verließ der Mut.
Es dachte still
bei sich: „Wie gut,
ein Krokodil zu sein
und nicht ein Stein.
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literatur projekte
Ihre bisherigen Erfolge:
Wettbewerb der Hamburger Schule des Schreibens: 1.Platz
Rundfunkveröffentlichung einer Kurzgeschichte
Kleine Erfolge in öffentlichen Lesungen an Volkshochschulen
Krimiwettbewerb „Schlösserland Sachsen“: 13. Platz
im Verlag edition atelier ist die Anthologie „Brüchige Welten“ erschienen, eine Sammlung von Beiträgen von AutorInnen, die an Lehrgängen bzw. am Literarischen Salon des Instituts für Narrative Kunst (INK) teilgenommen haben.
In dieser Sammlung ist Ingrid Poljak mit der Geschichte „Die Zelle“ - einer Parabel - vertreten. [mehr]
www.bild-zeichen-text.at/tl_files/text/dia-mps-blog%20hop.pdf
graphik
Hier einige Beispiele ihrer grafischen Werke...
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Aktuell
Ingrid J. Poljak: Bildermord Mitte September 2012 erschienen Bildermord auf facebook
REZENSIONEN:
www.literaturpassage.de/index.php/krimi/item/735-bildermord
www.ratschlag24.com/salzburger-festspielkrimi-rund-um-hoffmanns-erzaehlungen-bildermord-von-ing
Salzburger Nachrichten:
krimikiosk.blogspot.de/2013/02/bildermord-spannende-inszenierung-eines.html
www.eselsohren.at/2013/01/15/poljak-ingrid-bildermord
www.literatur-blog.at/2012/09/ingrid-j-poljak-bildermord
Berenkamp-Verlag ISBN 978-3-85093-303-2
288 Seiten, Paperback
12,90 € (Österreich). 12,50 € (Deutschland)
Inhalt:
Henri Devolier, ehemaliger Zeichner erotischer Comics, bei denen seine damalige Frau als Modell diente, arbeitet als Kulissenmaler bei den Salzburger Festspielen, wo er Chef der Abteilung werden soll. Doch während der hektischen Tage vor einer Opernpremiere taucht seine Exfrau auf und macht ihm die Hölle heiß, weil er sie auf dem Bühnenbild, einem riesigen Comic-Buch, verewigt hat. Und ein junger Kollege beginnt ihn zu mobben. Doch die eigentliche Bedrohung braut sich anderswo zusammen: Henri wird in mörderische Intrigen um ein verschwundenes Millionenbild verstrickt und gerät selbst unter Mordverdacht. Er nimmt den Kampf gegen den Unbekannten auf, der ihm Mord und Kunstdiebstahl in die Schuhe schieben will. Kann er - der schon einmal mit bösen Folgen ausgerastet ist - dem dreifachen Stress von privaten Vorwürfen, beruflicher Herausforderung und gefährlichen Intrigen standhalten? Kann er den Betrüger und Mörder stellen?
TERMINE Buchpräsentationen und Lesungen
2013
weitere in Vorbereitung
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