*
Menu

POLARITÄT 
(die Ausstellungsreihe 2017 im OFFSPACE C.I. Payergasse 14, 1160 Wien)


I text zur ausstellungsreihe I
 I POLARITÄT Werkschau 1_3 I 
 die.events I die.künstler & die.werke I presseinformation I

text zur ausstellungsreihe

POLARITÄT … Scheinbare Gegensätze bedingen einander. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar.

Das Jahresthema 2017 lautet POLARITÄT - als philosophischer Ausdruck für das Verhältnis sich gegenseitig bedingender Größen. Eine Polarität besteht aus einem Gegensatzpaar und der Beziehung zwischen den Polen. Und die äußere Welt offenbart sich überhaupt nur durch Gegensätze bzw. Gegensatzpaare. 

Die Symbolik der Polarität

Das universale Gesetz, nach dem alles in der sichtbaren Welt strukturiert ist, beruht auf fortwährender Bewegung und Entwicklung. Hauptmerkmal dieses Ordnungsprinzips - damit überhaupt eine Aktion oder Reaktion, gleich auf welcher  Ebene - stattfinden kann, ist ein Gegensatzpaar, eine Polarität. Polarität ist nicht mit Dualität gleichzusetzen! Der Unterschied besteht darin, dass Dualismus nur die unversöhnlichen Gegensätze sieht und zu einseitigen Wertungen und Entscheidungen führt, welche die Welt in ebenso unvereinbare Gegensätze auseinander reißt, während die Polarität aus der Einheit geboren ist und den Begriff der Ganzheit einschließt. Die jeweiligen Pole ergänzen einander, sind untrennbar miteinander verbunden. Diese polaren Gegensätze wie schwarz und weiß, plus und minus, männlich und weiblich, Engel und Teufel etc. stehen hinter  Bewegungsprozessen gleich welcher Art, ob Gedanken, Gefühlen oder biochemischen Stoffwechselvorgängen ...

Weitere Beispiele:
modern – traditionell, hierarchisch – heterarchisch, progressiv – konservativ, maskulin – feminin, links – rechts, demokratisch – autokratisch, autonom – konform, individuell – kollektiv, Egoismus – Solidarität, Mensch – Tier, Konflikt – Frieden, Mobbing – Mitgefühl…

Dieser Themenbereich wird in den drei von ::kunst-projekte:: kuratierten drei- bis  vierwöchigen Gruppenausstellungen im Club International künstlerisch interpretiert und aufgearbeitet. So wie erstmals 2016 erscheint wieder ein 

WERKKATALOG, der bei der dritten Gruppenausstellung präsentiert wird.

POLARITÄT Werkschau 1_3

Motto:
Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich zusammen aus Licht und Schatten…
Leo Tolstoi 

Teilnehmende Künstler_innen:

Mafatime DIONE 
Silvia EHRENREICH
Evamaria KARPFEN
Sylvia KÖLBL
Wolfgang F. MÜLLER
Sara PANCOT
Christoph UIBERACKER (Chris Ui)
Gerald WILFLING

www.galeriestudio38.at/POLARITAET

VERNISSAGE Donnerstag, 16. Februar 2017, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSENDE Samstag, 18. März 2017






 

 die.events

VERNISSAGE Donnerstag, 16. Februar 2017, 19 Uhr



KÜNSTLERGESPRÄCHE:

  • Dienstag, 7. März 2017, 16.30 Uhr Künstlergespräch
    Silvia Ehrenreich und Christoph Uiberacker

     
  • Weitere Termine in Vorbereitung

die.künstler & die.werke 

  
       Bilder- und Preisliste


Mafatime DIONE www.maf-art.de.to

Werke in verschiedenen Farben zu gestalten, ist für den Künstler aus Senegal eine Sache. Nur in schwarz und weiß, Licht und Schatten, hell und dunkel zu malen, reizt ihn immer wieder. So entstand das Landschaftsbild „House of Homberg“, das nur mit diesen beiden Farben eine ganz besondere Ausstrahlung hat. Das Triptychon „Existence“ zeigt intensiv, nur in Schwarz und Weiß, das Leben in drei verschiedenen Facetten.

Geboren 1992 in Thiés / Senegal. In den Kontakt mit verschiedenen Kunstformen kam er schon früh durch seine Familie. Noch während seines IT-Studiums begann er sich intensiv für Kunstgeschichte zu interessieren. Er ließ und lässt sich von berühmten Malern inspirieren. Sein eigener Stil entwickelte sich, je mehr er sich mit der Malerei beschäftigte. Seine Werke erzählen von der Spiritualität und dem Leben in Afrika. Teils realitätsnah, teils abstrahiert oder abstrakt malt er mit Pinsel, seinen Händen oder verwendet Acrylspray. Seine Motive malt er auch auf Shirts, die er dann entweder im Original oder als Druck verkauft.
Zahlreiche E
inzelausstellungen und Beteiligungen in Deutschland, Senegal, Italien, Frankreich und Indien. 2016 Ausstellungsbeteiligung GRENZ_GÄNGE kuratiert von kunst-projekte, 1160 Wien

Silvia EHRENREICH www.galeriestudio38.at/S-EHRENREICH

In der Serie „Der erste Hahnenschrei“ in Form von vier Farbradierungen bezieht sich Silvia Ehrenreich ziemlich genau auf den Inhalt des Zitats, dass „…der Reiz und die Schönheit des Lebens“ sich aus „Licht und Schatten“ zusammensetzen. Bei ihrer Präsentation wird in einfacher Bildsprache die Verbindung von West und Ost gezeigt.

Geboren 1956 in Wien. Lebt in Wien und Lunz am See (NÖ). Zeichnet und malt seit ihrer Kindheit. Kunst bedeutet für sie eine subtile Ausdrucksform, der sie sich seit Jahrzehnten auf ganz unterschiedliche Weise und immer wieder Neues erprobend widmet. Regelmäßige Teilnahme an der Sommerakademie Bohemia für Bildende Kunst in Prag und Kosteletz bei Mag. art. Iva Schach-Miechtner und Mag. art. Luiza Staneva. Kurse in Porträt- und Aktzeichnen (Künstlerische VHS & Künstlerhaus), Ölmalerei bei Michael Fuchs; Dunkelkammer-Workshop in SW-Fotografie. 2010 Nominierung/Teilnahme „Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei“, Leopold Museum, Wien. Zahlreiche Präsentationen und Projekte, Ausstellungen und Kunstmessen national und international. Mitglied der Freien Kunst- und Kulturinitiative Q202 und bei ::kunst-projekte::.

Evamaria KARPFEN www.galeriestudio38.at/EVAMARIA.KARPFEN

Ausgehend von ihrer Chinesischen Tuschmalerei „TEN LANDSCAPES_06“ (2016) enthalten diese als 6teilige Serie konzipierten Computerdrucke lichte und schattige Bereiche der Naturlandschaft. Darin integriert ist eine weitere Dimension mit jeweils zwei polarisierenden Farben (blau-gelb, rot-grün, violett-orange), erweitert durch Weiß und Schwarz, um den Eindruck von Licht und Schatten vielfältiger zu vermitteln. Es entsteht eine Verbindung der sehr alten Technik der Chinesischen Tuschmalerei mit dem heute häufig vorhandenen Verlangen nach modern-designorientierten Bildern einer raschlebigen Zeit. Schon seit einiger Zeit versucht Karpfen mit ihrer Malerei eine Art „Weltformel“ zu finden, so wie manche Mathematiker und Physiker auf ihrem Gebiet. Diese scheinbare Unmöglichkeit, irgendwann tatsächlich überzeugend umzusetzen, darum ringt die Künstlerin mehr oder weniger in jedem Bild.

Geboren 1950 in Wien; Ausbildung als Musterzeichnerin Textilfachschule Wien; einige Semester Akademie für Angewandte Kunst. Die Natur steht im Fokus ihres Kunstschaffens in Techniken wie Acryl-, Öl-, Aquarell- und Chinesische Tuschmalerei, Reispapier–Collagen, Keramik und Ikebana; Weiterbildung in Kursen, bei Dr. Lena Brauer + (Ölmalerei) und Mag. Marcus Stiehl. Nationale und internationale Ausstellungstätigkeit. Mitglied IG Bildende Kunst, Kulturvernetzung NÖ und bei ::kunst-projekte::.

Sylvia KÖLBL www.galeriestudio38.at/SYLVIA-KOELBL

In den ausgewählten Tierdarstellungen der ehemaligen Veterinärmedizinerin dominieren sowohl Schwarz und Weiß als auch Schatten als Gegenpol zum Licht. Pastellkreiden sind für viele ihrer Arbeiten eine gute Möglichkeit, konkrete Linienführung mit weicher, zum Teil unscharfer Formgebung zu verbinden. Auch die Verwendung von Aquarellstiften und Aquarellfarben erlaubt der Künstlerin präzise Konturen und weiche Farbübergänge zu kombinieren. Das Malmittel Kohle erweist sich für sie hinsichtlich der Aussparung von hellen Flächen und der Betonung der Bildinhalte herausfordernd und reizvoll zugleich. Im Mondlicht ist das nächtliche Treiben eines Wolfsrudels erkennbar, wobei das angestrahlte cremefarbene Fell der Polarwölfe hell leuchtet. Licht ist auch Konturengeber für die Umrisse eines Löwen. Die sichtbare Ausatmungsluft lässt auf eine kalte Nacht schließen. Die Rückenlinie eines liegenden Zebras mit seiner schwarz-weißen Stehmähne erinnert an die „schräge Aufmachung“ mancher Rocksänger. Die Zeichnung des Steppentiers ermöglich ihm eine Anpassung an die Licht- und Schattenverhältnisse und somit eine gewisse Tarnung vor Beutegreifern. Lipizzaner sind „unechte Schimmel“ und werden mit schwarzem Fell geboren. Mit zunehmendem Alter wird die Behaarung infolge Pigmentverlustes und Lufteinschlusses weiß: auf schwarz folgt daher weiß. In dem Bild sind beide Farbvarianten dargestellt: die bereits weiß gefärbte Mutterstute folgt ihrem schwarzen Neugeborenen in den Auslauf; im Schnee sind ihre Schatten schwach erkennbar.

Geboren 1949 in Wien, lebt in NÖ. Studium der Veterinärmedizin. Wissenschaftlich tätig als Virologin; Fachtierärztin und Referentin für internationale Gleichstellungspolitik. Seit 2012 im Ruhestand. Nach Beitritt in das 2013 gegründete Vetart-Kunstforum Wiederaufleben der künstlerischen Aktivitäten; sieht Zeichnen und Malen als Möglichkeit, Phantasien und Emotionen auszudrücken und die Schönheit der Natur nachzuempfinden. Zunächst waren Tierdarstellungen mit Pastellkreiden bevorzugte Motive, ehe sie sich auch anderer Techniken wie Aquarell, Kohle oder Acryl bedient und stets nach neuen, originellen Perspektiven für ihre Bilder sucht. Ausstellungen im Rahmen des Vetart-Kunstforums, 2016 Teilnahme am ART.SALON Summer ’16 von kunst-projekte, 1040 Wien. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Wolfgang F. MÜLLER  wolfgang.f.mueller@gmail.com
Seine in Glasplatten geritzten „Eikonogramme“ sind aus dem Zueinander von weißem Lack und Transparenz aufgebaut. Licht und Schatten, Oberfläche und Tiefe treten in Spannung. Verschiedenste Formen und Bewegungen treffen aufeinander, gehen ineinander über. Die Zufälligkeit einer energetischen Momentaufnahme und die tiefe Struktur der Wirklichkeit begegnen sich. Abhängig von Licht und Beleuchtung entstehen verschiedene Effekte, die das Weiß plötzlich als dunkle Fläche erscheinen lassen und schmalen Ritzungen überraschende Weite geben. Die Bezeichnung „deep light – Bilder aus dem Zwischenraum“ verweist auf die Polarität und das Zueinander des Gegensätzlichen, ein Motiv, von dem Müller seit seiner Doktorarbeit über den österreichischen Publizisten Friedrich Heer ständig begleitet wird. Die These lautet dort: „Die Eine Wirklichkeit ist der Prozess der Kommunikation der Gegensätze“ „Aufstehen (uprise)“ zeigt einen Knienden von der Rückseite, den Kopf nach hinten gewendet, um das Aufstehen ringend. Den Körper bildet ein großer Riss, in welchem gegensätzliche Kräfte wirken. „Dreizueins (trinity)“ beschäftigt sich ausgehend vom keltischen Triquetra-Knoten mit der christlichen Gottesbeschreibung als Dreifaltigkeit, die grundlegend ist für das Verständnis der Welt als einheitliche und gleichzeitig vielfältig-gegensätzliche Schöpfung. „Zweizueins (heart)“ hat das Herz zum Thema. Die Grundgestalt wird von zwei Hemisphären gebildet, die in ihrer gegensätzlichen Aktivität den Rhythmus des Lebendigen hervorbringen. Zwischen ihnen entsteht ein mandorlaförmiger Raum.

Geboren 1963 in Salzburg. Verheiratet, Vater von drei Töchtern. Doktor der Theologie (Dissertation über Friedrich Heer). Tätig als Projektentwickler für die Erzdiözese Salzburg. Kreativ tätig als Publizist, Kabarettist. Bildnerischer Autodidakt. Schon als Kind faszinierte ihn die Anfertigung von Landkarten imaginärer Welten. Daraus verselbständigte sich die ornamentale Darstellung von Paradiesgärten und Palästen, „wo der König wohnt“. Später begegnete er dem Mandala, dem Zueinander von Kreis und Quadrat als dem „Allbild“ von Himmel und Erde. Seine „Mandalas“ sind ihm dann mehrfach explodiert, wurden polyzentrische, chaotische Momentaufnahmen dynamischer Prozesse, innen, außen und haben doch ihre Grundbezugsform gefunden. Ab dem Jahr 2000 entstand eine umfangreiche Serie von Mandala-Zeichnungen (Tinte auf Papier, schwarz-weiß, 21 mal 21 cm). Es entwickelte sich eine völlig eigenständige Bildsprache. Zu rein assoziativen Formen kamen gegenständliche Elemente – vor allem Elemente von Gesichtern. Daneben dienen geschriebene Worte, Namen, Sätze als Ausgangspunkte, sodass auch verborgene Kalligrafien entstehenn. Aus den allumfassenden Bildern des Zueinanders von Himmel und Erde wurden gewissermaßen ausschnittartige Momentaufnahmen einer Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Darüber hinaus wuchert das Gekritzel immer und überall weiter auf allen Schreibblöcken und Tagesordnungen, wie das Wachstum ungebetener Pflanzen in den Ritzen wohlgestalteter Flächen. 2013 kam er auf die Idee des Zerkratzens von lackierten Flächen, der Störung vordergründiger Ordnungen bzw. der polierten Oberfläche als der Vollendung des Wohlstandsmaterialismus. Diese „Eikonogramme“ auf Glas bleiben formal dem Quadrat verpflichtet. Erlaubt sind lediglich weiß, schwarz und rot. 2012 Ausstellung von Arbeiten auf Papier in einem Salzburger Innenstadtlokal. 2012 Veröffentlichung einer Zeichnung in: Fink, Renate u. a., Vertrauen, Buchen-Verlag. 2013 Veröffentlichung einer Zeichnung in: Mariazellerland GmbH, Mariazeller Pilgerbuch. 2015 Teilnahme an der Sammelausstellung „Kunst Salon Salzburg“ im Gusswerk Salzburg.

Sara PANCOT www.sarapancot.com

Grundaussage ihrer Werke (Acryl, Mischtechnik, verschiedene Materialien auf Leinwand)  ist, dass in der Natur Erschaffung und Zerstörung, Leben und Tod einander fortwährend abwechseln. Die Weiterentwicklung der Lebewesen ist mit diesen Kreisläufen verbunden. Auf der verzweifelten Suche nach Glück und Freiheit und dem Versuch, dem Leid zu entfliehen, verfangen sich die Menschen in einer talwärts führenden Spirale enttäuschter Ziele, Vorstellungen und Hoffnungen. Sie sind nicht in der Lage zu sehen, dass sich der Eingang zum Glück dort befindet, wo man ihn nicht sucht und nicht vermutet, und zwar in der Akzeptanz des Leidens, seiner „Ästhetik“ im philosophischen Sinn. In „Stop it!“ steht eine Frau dem Betrachter leicht dezentral gegenüber, als ob sie von einem Stoß leicht auf die linke Seite geschoben würde. Ihre Hände verdecken ihr Gesicht. Das Licht kommt stark von hinten und von oben. Die Körperkonturen sind sparsam definiert, ihre Mimik kaum zu lesen. Ihre Gestik deutet darauf hin, dass sie gerade leidet. Die Augen sind geschlossen. Die Finger sind dünn und dazwischen fließen ein paar dickflüssige rote Tropfen. Der Pinselstrich ist schnell und sparsam auf die Leinwand gesetzt. Für den Betrachter bleibt vieles offen. Gezeigt wird die Ästhetik des Leidens. Frauen weinen Blut, wenn sie von ihren Kindern getrennt werden, wenn ihre Existenz vernichtet wird, wenn an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume nicht mehr geglaubt wird. Sie weinen, seit es Menschen gibt. Alles wiederholt sich im Laufe der Geschichte. In Nietzsches Philosophie ist die ewige Wiederkunft des Gleichen ein zentrales Element. „Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins.“ (aus: „Also sprach Zarathustra“) Bei „Freiheit im Blick“ ist das männliche Gesicht stark im Vordergrund und direkt dem Betrachter zugewandt. Der Mann hat keine Hoffnung auf Freiheit, weil die Gefangenschaft Teil seiner Existenz geworden ist. Nichtsdestotrotz ist sein Blick würdig. Ein Anflug von Lächeln, versteckt im Vollbart, ist spürbar. Die Augenbrauen sind hochgezogen und zeugen von Neugier. Die beiden Pole „Freiheit“ und „Streben nach der Freiheit“ sind unvereinbar, aber sie koexistieren. Der Mensch möchte frei sein, schafft sich aber immer wieder neue Grenzen. Nur im Traum kann die Vorstellung, absolute Freiheit zu besitzen, bestehen. Wie Friedrich Hebbel gesagt hat:„Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, wie es scheint.“ „Die perfekte Verteilung der Materie“ besteht aus zwei Teilen. Auf der linken Seite sitzt ein gemütlicher, zufriedener, molliger Mann in Badehose. Auf der rechten Seite ist das Bild vollständig mit Verpackungsmaterialien für Junkfood bedeckt. Darauf ist ein magersüchtiges kleines Kind in schwarzer Acrylfarbe erkennbar. Das Kind sucht mit seinem dünnen Arm nach Essen im Müll. Die beiden Darstellungen entsprechen unserer Realität. Die Essensgewohnheiten unserer Wohlstandsgesellschaft verschlechtern unsere Lebensqualität. Dicke Menschen fühlen sich oft psychisch und physisch krank. Paradoxerweise verschickt Europa seinen Wohlstandsmüll nach Afrika und Indien. Dieser wird zu riesigen Müllhalden zusammengeschoben, auf denen Kinder und Jugendliche oft ohne jedwede Sicherheitsmaßnahmen Arbeiten ausführen und dabei schwer erkranken. Der in die armen Länder verschickte Müll ist auch einer der Gründe der ökologischen Katastrophen in diesen Ländern, aber auch bei uns. Der ganze Müll landet irgendwann im Meer, wird von den Fischen aufgenommen, die wieder bei uns am Teller landen.

Geboren in Mailand, lebt als freischaffende Künstlerin in Wien; Ausbildung an der Universität für Angewandte Kunst und in der Kunstfabrik bei Franz Seitl (Plastik) sowie Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Veröffentlichung des Kinderbuches „Come mi vorrei“ mit Illustrationen von Vincent Kudian (Verlagsbüro Brunner. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst 2017 in deutscher Übersetzung und eigenen Illustrationen im Ecowin Verlag Salzburg erscheinen) Kurse in Bruno Munari–Methodik und Veranstalterin kreativer Kinderkurse in den Räumen der von ihr geleiteten Kinderbetreuungseinrichtung „Spielzimmer 5 Sinne“, Kindermöbel-Design Kuratorin der Ausstellung „Das Werden der Schönheit“ über „work in progress“ im Rahmen der Gartenrestaurierung in Schloss Hof, architektonische Planung und Konzeption für einige alte Handwerke in Schloss Hof 
2016 Ausstellung: Atelier-Galerie Bajadere in Neuhaus an der Triesting, NÖ

Christoph UIBERACKER (Chris Ui) www.galeriestudio38.at/CHRISUI

Die vier C-Prints sind ästhetische Umsetzungen von Licht und Schatten. In „Kontrolle und kontrolliert werden“ geht es um den Einfluss des Menschen auf die Natur. Energie spendet Licht und ermöglicht Produktivität, die wieder zu noch mehr Kontrolle führt. Dieses Machtspiel kann schnell gefährlich werden, wenn „einer den Knopf drückt“. In „Kathedrale“ erweckt der Verfall schlichte funktionale Industriearchitektur zum Leben. „Abstraktion Raum“ und „LichtFluss“ abstrahieren die Bewegung von Menschen im öffentlichen Raum und Oberflächen beziehungsweise Räume verfallener Industriearchitektur.

Geboren 1972 in Wien, lebt in NÖ; Studium Technische Chemie, Unterrichtstätigkeit Naturwissenschaften - TGM Wien 20, seit Herbst 2016 Orientierungsjahr an der Wiener Kunstschule. Ab 1978 erste Versuche mit Bleistift und Tusche, ab 1985 Ölmalerei, ab 1991 experimentelle Fototouren; beginnt während eines Aufenthaltes in New York City (2000-2001) als Assistent für Physik Auseinandersetzung mit Analogfotografie. Ausstellungen in Wien und NÖ. Mitglied Fotoreferat TU Wien und bei ::kunst-projekte::.  

Gerald WILFLING gerald.wilfling@gmx.at

Das Bild zeigt den Akt einer Frau im Licht, nicht nur schwarz-weiß, sondern bunt, als Ausdruck verschiedener Grade von Schatten. Der Körper an sich ist das universelle Kunstwerk der Schöpfung schlechthin. Gerade der weibliche Körper versinnbildlicht nicht nur Ästhetik, sondern den Ursprung des Lebens durch die Möglichkeit der Mutterschaft. Beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln ist es eine persönliche Darstellung der ganzen Schönheit des Lebens

Geboren in Innsbruck, nach Abschluss der Handelsschule dreieinhalbjähriger Auslandsaufenthalt in England und Japan, lebt in Wien. Hat bis zum 41. Lebensjahr sein Leben neben seiner Familie fast ausschließlich dem Berg- und Klettersport gewidmet, in den letzten Jahren auch dem Triathlon. 2015 ist sein Interesse an Kunst zum Versuch übergegangen, selbst bildnerisch schaffend zu werden. Seither ist das Malen seine große Leidenschaft geworden. Erste Bilder entstanden im September 2015. 

[zurück]

presseinformation

PRESSETEXT

Polarität – Beginn der Ausstellungsreihe über eine Welt der Gegensätze!
Am 16. Februar wird die erste Werkschau zum aktuellen Jahresthema „Polarität“ eröffnet. Der Themenbereich wird im gesamten Jahresprogramm, speziell aber in diesen drei vom Verein ::kunst-projekte:: kuratierten Gruppenausstellungen im Club International künstlerisch interpretiert und aufgearbeitet. Polarität ist allgegenwärtig. Offenbart sich doch die äußere Welt überhaupt nur durch Gegensätze oder Gegensatzpaare, die untrennbar miteinander verbunden sind: Tag lässt sich nur im Kontrast zur Nacht definieren, Heiß nur, wenn es auch Kalt gibt, keine Armut ohne Reichtum etc. Der Begriff hat – betrachtet man die Menschheit voller Konflikte und Ungleichheit – auch politische Bedeutung. An der ersten von drei Gruppenausstellungen zu diesem komplexen und vielschichtigen Thema, der ein Zitat von Leo Tolstoi als Motto voran steht, nehmen 8 Künstlerinnen und Künstler teil. In ihren Arbeiten – Malerei, Zeichnung, Radierung, Fotografie, Computerdruck, Assemblage oder „Eikonogramme“ auf Glasplatten – verwenden sie zum Gegensatzpaar „Licht und Schatten“ ganz unterschiedliche Bildsprachen und Bildmotive. Die Darstellungsformen reichen von der polarisierenden Farbwahl (z. B. schwarz-weiß, hell-dunkel, Licht und Schatten), der gegensätzlichen Linienführung (scharf-unscharf, dynamisch-statisch) bis hin zu inhaltlichen - religiösen, philosophischen oder gesellschaftspolitischen - Interpretationen.

TERMIN 2 POLARITÄT 2_3 VERNISSAGE Dienstag, 16. Mai 2017, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSENDE Samstag, 10. Juni 2017
Motto:
Der Künstler ist Erfinder und Dolmetscher zwischen Natur und Kunst…
   Leonardo da Vinci

                    EINREICHUNGEN bis zum Montag, 27. Februar 2017

TERMIN 3 POLARITÄT 3_3T VERNISSAGE Samstag, 16. September 2017, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSENDE Samstag, 14. Oktober 2017
Motto:
Leben und Tod, Wachen und Schlafen, Jugend und Alter ist bei uns ein und dasselbe: denn dieses verwandelt sich in jenes und jenes wiederum in dies…

   Heraklit
                    
EINREICHUNGEN bis zum Montag, 26. Juni 2017

Could not find gadget object.


 


 [zurück]

[zurück]

PrinterFriendly
Druckoptimierte Version
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail