*
Menu

TAGEBUCHTAGe 2016 - GRENZEN ÜBERSCHREITEN...


text zur ausstellung  I  die.künstlerdie.werke der ausstellungen  I  events  I  presseinformation  I 


Das innovative Projekt TAGEBUCHTAG wurde von der Wiener Malerin Traute Molik-Riemer 2004 ins Leben gerufen und findet heuer bereits zum 11. Mal statt – nicht nur in Österreich, sondern auch in Berlin und London. Lesungen aus Tagebüchern, Briefen und Autobiografien fördern die Basisliteratur und regen Menschen zum Schreiben ihrer eigenen Lebensgeschichte an. www.tagebuchtag.at
::kunst-projekte:: erweitert diesen Ansatz: das TAGEBUCH als KUNSTFORM der Literatur und der visuellen/bildenden Kunst.


Tagebücher aus Literatur und bildender Kunst!
::kunst-projekte:: ist zum 9. Mal dabei!

„Grenzen überschreiten – in Bewegung sein“ in Tagebüchern und Bildern

Dem Jahresthema 2016 entsprechend, setzen sich die vom Verein kunst-projekte initiierten und organisierten Veranstaltungen zu den diesjährigen Tagebuchtagen ebenfalls mit verschiedenen Arten von Grenzgängen und Grenzüberschreitungen, Reisen und Bewegung auseinander. Auch das Scheitern wird thematisiert.
Ein dichtes Programm an Lesungen, Buchpräsentationen und Ausstellungseröffnungen mit hochkarätigen Protagonisten – Autorinnen und Autoren sowie international tätige bildende Künstlerinnen und Künstler aus Österreich und Deutschland - weist auf die Vielfalt literarischen und künstlerischen Schaffens hin.

Bei allen Veranstaltungen ersuchen wir im Sinne der Wertschätzung um angemessene Spenden
für die mitwirkenden Autorinnen und Autoren!

die.künstler &  die.werke der ausstellungen

Xi CAFE & BAR  Pazmanitengasse 15, 1020 Wien  Mittwoch, 2. November, 20 Uhr

Literatur im Ground Xiro und Kunst im Xi 

Am 2. November stehen die Lesungen aus unveröffentlichten Manuskripten mit Tagebuchcharakter und auch die Einzelausstellung unter dem Motto „Reisen“.

LESUNG Dietmar KOSCHIER & Gregor SCHIMA

Dietmar KOSCHIER
Geboren 1976 in Amstetten, lebt in Wien. Studiert Literaturwissenschaft. Kurzprosa & Lyrik in Anthologien & Literaturzeitschriften. Ausgewählt für den Zakk-Literaturautomaten 2009 Prosawerke: 2013 Sehnhunde auf Grölland, 2014 Katzengräser, in Zusammenarbeit mit Elisabeth Strasser: 2016 Literarische Kontrapunkte, alle Resistenz-Verlag. Mitglied IG Autoren.

Das Jerusalem-Syndrom. Ein Reisebericht.
Dietmar Koschier reflektiert in seiner Reise-Erzählung über großteils reale, eigene Erfahrungen. Spätestens seit er eine Reportage über das sogenannte Jerusalem-Syndrom gelesen hatte, ist für ihn festgestanden, dass er unbedingt einmal jenen Ort kennenlernen wollte, der als Auslöser und Namenspatron dieses kuriosen Phänomens diente. Wo sonst schien es zudem erfolgversprechender, innere Klarheit zu erlangen als im Knotenpunkt dreier Weltreligionen? Aus diesen Gründen erachtete es der Autor als passend, seine Pilgermonate mit einer Exkursion nach Israel zu beginnen. Zugleich stellte dies seine erste Reise außerhalb der geographischen Grenzen Europas dar.

Gregor SCHIMA 
Geboren 1992, lebt in Wien, derzeit Master-Studium Vergleichende Literaturwissenschaft und Bachelor-Studium Musikwissenschaft, schreibt ich seit der 6. Klasse Gymnasium, vor allem kurze Prosa und Gedichte. In den letzten Jahren Verfasser von Theater- und Opernrezensionen bzw. essayistischer Texte, außerdem von Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen; weiters Beschäftigung mit anderen Texten, Bühnenräumen und Musikstücken - wie der Text vielleicht sogar wieder Literatur wird.

Gregor Schimas „monomanes Melodram“ trägt die etwas rätselhafte Überschrift „Reiselocken“ und könnte in Anlehnung an das erste Lied aus der „Schönen Müllerin“ von Franz Schubert auch „Das Wandern“ heißen. Das Stück behandelt private, persönliche Aspekte von Veränderung und deren Schwierigkeit: „Zwei Männer beim panischen Versuch, sich zu verändern – aber der Schauplatz sind die Komplexe“.

AUSSTELLUNG  Auf der Bahnfahrt. Tuschezeichnungen von Ilona PETÖNE SZENTES (Diatverema)

Ilona PETÖNE SZENTES (Diatverema)
Geboren 1962 in Budapest, Ungarn. Kunststudium an der HLA für Bildende und Angewandte Kunst in Budapest (Buch-Design) und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Tapisserie). Lebt und arbeitet seit 1989 in Wien. 1983-1988 Veröffentlichungen von Grafiken in der kulturellen Wochenzeitschrift „Èlet és Irodalom" – „Leben und Literatur" in Budapest. Ausstellungen seit 1984 in Budapest, Wien, NÖ. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Ilona Petöne Szentes zeigt eine Serie von 9 Tuschezeichnungen (gemalt und gezeichnet mit japanischer Kalligraphietusche und Füllhaltertusche) über eine Bahnreise.
Die Bahnfahrt zwischen Bern und Wien dauert 8 Stunden und 58 Minuten. Aus dem Zugfenster schaut man auf die vorbeirasende Landschaft. Man sieht die sich ständig wechselnden Bilder, die alle einmalig sind und sich niemals wiederholen. Nur das grobe Muster wiederholt sich: Menschen, Berge, Häuser und Felder. Als würde man die Zeitlinie entlangfahren. Die Sekunden treiben wie Seifenblasen an uns vorbei und in jedem einzelnen spiegelt sich ein Bruchteil der Welt wieder. Die einzelnen Bildtitel sind identisch mit den Zeitangaben auf den Bildern. 

CLUB INTERNATIONAL C.I. Payergasse 14. 1160 Wien Mittwoch, 16. November, 19 Uhr und Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr

Am 16. November bildet GRIECHENLAND den Schwerpunkt der Lesungen und der Gruppenausstellung.
Am 16. Dezember findet als Rahmenprogramm zur Ausstellung Tagebuch GRIECHENLAND die Buchpräsentation eines neuen Krimis des bekannten Autors Günther Zäuner mit dem Schauplatz Griechenland statt.

LESUNG Sonja HENISCH  & Werner KROTZ 

Sonja HENISCH 
Geboren 1947 in Wien, Malerin, Schriftstellerin; Mitglied IG Autorinnen Autoren & Österreichischer PEN-Club. Kindertheaterstücke, Lyrik, Kurzgeschichten in Anthologien & Zeitschriften, 2012 Die Wogen der Drina, 2014 Theodora oder die Quadratur des Seins (beide: Bibliothek der Provinz), 2016 Kinderbuch Jan und Wuschelinchen in der Edition Klopfzeichen

Die Erzählung von Sonja Henisch stammt aus ihrem unveröffentlichten Romanprojekt „Sophie“ und trägt autobiographische Züge. „Es wurde Sommer und Sophie und Paul fuhren  mit Walter und seiner Frau Margit nach Kreta“…

Werner KROTZ 
Geboren 1941 in Wien, lebt in Pressbaum. Studium an der Universität Wien. Theologischer Kurs, Erzdiözese Wien. Schreibt Lyrik & Kurzprosa, Theaterstücke, Drehbuch; Bearbeitung von Texten der Bibel & des Daodejing, zahlreiche Publikationen (Lyrik, Sachbücher), Beiträge im PAPPELBLATT.

Das Buch „Glücklich in Petrití“ von Werner Krotz ist der 28. Teil seiner literarischen Tagebücher. Er hat sie 1991 begonnen, als er zum 50. Geburtstag von einer Freundin ein leeres Notizbuch geschenkt bekam, die im Begleitbrief geschrieben hatte: „Mögest Du Deine derzeitige Schaffenskraft weiterhin behalten und halte alle Deine Gedanken fest!“
Während der drei Wochen auf Korfu vom 30. August bis zum 29. September 2015 war Krotz zu jeder Tages- und Nachtzeit in empfangender Haltung. In Petrití und in den Tagen davor und danach entstanden insgesamt 85 Notizen, zwei Drittel Kurzprosa und ein Drittel Lyrik, die der Autor in diesem Buch chronologisch wiedergibt: Naturbeobachtungen, Lebenserfahrungen, weltanschauliche Erörterungen, Traumerlebnisse und Blödeleien.


Werner Krotz Glücklich in Petrití. Urlaubsimpressionen aus Korfu. A5, 100 Seiten
ISBN Paperback: 978-3-7323-7280-5 Hardcover: 978-3-7323-7281-2 e-Book: 978-3-7323-7282-9
Paperback: EUR 7,99 Hardcover: EUR 15,99 e-Book: EUR 3,99                                       

AUSSTELLUNG  Brigitte ECKL Traute MOLIK-RIEMER Gabriele SCHILLINGER

Brigitte ECKL 
Geboren 1956 in Linz, in Ottensheim freischaffend tätig. Ausbildung an der Kunstschule Linz. Seit 1978 alljährlich mehrmonatige Aufenthalte in Griechenland. Ab 1999 zahlreiche Ausstellungen. Private und öffentliche Ankäufe. Mitglied im OÖ Künstlerbund, im Europäischen Kunstkreis, in der österreichisch-griechischen Kulturgemeinschaft in Linz und bei ::kunst-projekte::.

Jedes Jahr ist Brigitte Eckl in Griechenland mit Skizzenblock oder Leinwand unterwegs, zeichnet und malt Bäume, Boote und alte Menschen und taucht in die Kultur des Landes ein. Die Portraitserie in Ölmalerei zeigt Frauen und Männer, deren Gesichtszüge die Spuren eines langen Lebens zeigen. Die Serie „Helden und Heilige“ ist inspiriert von den antiken Geschichten über Götter mit allzu menschlichen Eigenschaften. Edelmütige Helden und die byzantinische Geschichte: die alten Kapellen und Kirchen mit ihren Fresken, auf denen Szenen aus der Bibel und Legenden mit Engeln und Heiligen dargestellt sind, haben die Künstlerin ebenfalls fasziniert. Beeindruckt von den Texten Homers hat Brigitte Eckl Passagen aus Homers Ilias oder Odyssee auf Büttenpapier gedruckt - oft stark vergrößert, damit der Betrachter nur die Spuren des altgriechischen Textes nachempfindet. Darüber wurden mit Ölfarbe Monotypien gelegt, die nach Skizzen der Heiligendarstellungen auf alten Fresken entstanden sind. Auf diese Weise wird die Verbindung zwischen den Helden der griechischen Antike und den Heiligen der griechisch-orthodoxen Kirche hergestellt und zu einer sehr spirituellen Bildauffassung gefunden.

Traute MOLIK-RIEMER 
Geboren in Kiel (D), aufgewachsen in Österreich. Studium der Bildhauerei an der Akademie/Universität für Angewandte Kunst Wien. Ab 1970 selbständige Grafikerin und Illustratorin. Ab 1999 künstlerische Tätigkeit. Ab 2003 Atelier in Wien und Ausstellungen im In- und Ausland. Ab 2006 initiiert sie das Kunst- und Literaturprojekt TAGEBUCHTAG.

Geprägt durch ihren Background und ihre jahrelange Erfahrung als Grafik-Designerin konzentriert sich Traute Molik-Riemer auf die gezielte Herausarbeitung von Menschen in bestimmten Situationen, die beinahe schablonenartig aus ihrem Umfeld herausgelöst erscheinen. Das vorliegende Werk zeigt Menschen auf einer griechischen Fähre in reduzierter Farben- und Formensprache. 

Gabriele SCHILLINGER 
Geboren 1968 in Wien, als bildnerische Künstlerin Werke in Acryl und Speckstein; Autorin, selbständige Trainerin & Coach in der Persönlichkeitsentwicklung u. EDV; Kaffeehaus-Besitzerin in Griechenland (Naxos), Personalbetreuerin und Mitarbeiterin im Familienbetrieb. Zahlreiche Reisen zu unterschiedlichen Kulturen und Landschaften, welche in ihre Werke einfließen. Ausstellungen in Wien und NÖ. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Gabriele Schillinger macht jedes Jahr Urlaub in ihrer zweiten Heimat Naxos. In ihrem gemalten Reisetagebuch hält sie verschiedene Ansichten der Insel – vorwiegend Landschaften und Naturimpressionen – in Acrylmalerei fest. Die Werke entstanden in den letzten drei Jahren von 2013-2016.

Club International Buchpräsentation am 16. Dezember 

Günther ZÄUNER 
Geboren 1957 in Wien. Studium der Philologie, Geschichte & Zeitgeschichte; musikalische Ausbildung. Freier Schriftsteller, Dokumentarfilmer, Journalist; Autor der erfolgreichen „Kokoschansky“-Thriller; mehrere Sachbücher; spezialisiert auf Organisierte Kriminalität, Geheimdienste, Drogen, Sektenunwesen, Rechtextremismus, Terrorismus & Politik; Drehbücher & Theaterstücke; zahlreiche Kurzkrimis in Anthologien; zahlreiche TV-Beiträge und Dokumentationen. Mitglied im PEN-Club Ö, Österreichischer Schriftstellerverband, Syndikat (Autorenvereinigung für deutsprachige Kriminalliteratur), IG Autoren, AIEP. 

Günther Zäuner präsentiert im Rahmen der Ausstellung „Tagebuch Griechenland“ seinen neuen Kokoschansky-Krimi „Die Rache des Rembetiko“:
Die Bilder der Flüchtlingskatastrophe lassen Kokoschansky nicht los. So reist er nach Idomeni, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Plötzlich taucht in Griechenland die ROR auf, die Revenge of Rembetiko: eine Organisation, die im Land Ausschreitungen und Krawalle organisiert. Kokoschansky geht den wenigen Spuren nach und stößt auf ein europaweit verzweigtes Netzwerk, dessen Fäden tief in die Politik hineinreichen. Als sein griechischer Freund Evangelistos spurlos verschwindet, weiß Kokoschansky, dass er den Hintermännern schon sehr nahe gekommen ist.
Die Rache des Rembetiko. Verlag Federfrei 2016
TB, ca. 300 S., € 12,90
978-3-903092-50-1

Osteria ART.Wallensteinplatz  Wallensteinplatz 5, 1200 Wien Sonntag, 20. November, 20 Uhr bilder.worte.töne

Das Motto am 20. November lautet im weitesten Sinne UNTERWEGS - nach Armenien, Santiago de Compostela,
in den Wiener Linien und zu den Phänomenen unserer Erde und des Universums.

LESUNG & AUSSTELLUNG    Ronald HOFSTÄTTERNikola TROMAYER-TREFALT
BUCHPRÄSENTATION            Constanze JOHN

AUSSTELLUNG                        Evamaria KARPFENBeate KREMPE

Ronald HOFSTÄTTER 
Journalist, Fotograf, Grafiker, Spieleautor und -erfinder, Historiker, Gastronom, Agenturchef, Tourismusberater. Geboren 1970 in Wien, aufgewachsen in einer Gastronomenfamilie. Studium der Geschichte, Publizistik und Politikwissenschaften - Universität Wien. Diplom 1996. Bis 1993 Tageszeitungsjournalist, Beruf des Fotografen erlernt. Künstlerische Tätigkeit seit 2000, Acrylbilder, Zeichnungen, Hybridgrafiken, Übermalungen eigener oder fremder Bilder, Fotografien. Mitglied bei ::kunst-projekte::

Ronald Hofstätter liest den Eintrag vom 6. Juli 2007 aus ANIMO! oder bis ans Ende der Welt! - dem Reisetagebuch seiner Wanderung durch Spanien auf dem Jakobsweg. Die Überschrift zu dieser von ihm als mühsam empfundenen Etappe lautet:
Astorga – Rabanal del Camino
Sonnig / brütend heiß / gefühlte 40 Grad / 10 Uhr 30  – 17 Uhr / 21 km / Wanderschuhe / Stimmung: ich bin am Ende
Zusätzlich präsentiert Hofstätter eine Auswahl von Fotografien dieser Tagesetappe.

Constanze JOHN 
Geboren 1959 in Leipzig, Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik, lebt als freie Schriftstellerin in Leipzig. Organisatorin von Schreibwerkstätten für Kinder und Erwachsene. Zahlreiche Veröffentlichungen, Arbeiten für Theater, Oper und Film. Für den Deutschlandfunk und Deutschlandradio entstanden zahlreiche Reisefeatures. Seit sie im Jahr 2000 ein Reisestipendium des Auswärtigen Amtes für Armenien erhielt, ist sie immer wieder in das kleine Land im Kaukasus gereist. Ihr literarisches Manuskript „Gelber Staub. Eine Reise nach Armenien“ wurde 2013 mit dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis ausgezeichnet.

Schon viele Male war Constanze John in Armenien zu Besuch, wohnte bei einer Familie in Jerewan. In „Vierzig Tage Armenien“ macht sie sich auf den Weg, das kleine alte Gebirgsland im Kaukasus allein zu durchqueren. Dabei begegnet sie Menschen, die ihr in nur vierzig Tagen eine weite Reise durch die armenische Geschichte, Mythologie und Gesellschaft ermöglichen. Von den Landfrauen lernt sie, Brot zu backen, die Archäologen nehmen sie mit in die Welt der Steine, Vater Aspet zieht mit ihr von Kloster zu Kloster, und jeder weiß uralte Geschichten zu erzählen. Dazu gehört auch die Erinnerung an das grausame und massenhafte Töten armenischer Männer, Frauen und Kinder unter der jungtürkischen Regierung im Osmanischen Reich, das sich 2015 zum hundertsten Mal gejährt hat.

40 Tage Armenien
In einem alten Land im Kaukasus
Autorin: Constanze John
DuMont, Mein Reiseabenteuer 2015 Paperback
384 Seiten
Preis: 14,99 € (D) / 15,50 € (A) / sFr. 19,90
ISBN 978-3-7701-8276-3

Evamaria KARPFEN 
Geboren 1950 in Wien; Ausbildung als Musterzeichnerin an der Textilfachschule in Wien; einige Semester Studium an der Akademie für Angewandte Kunst. Acryl-, Öl-, Aquarell- und Chinesische Tuschmalerei, Reispapier–Collagen, Keramik und Ikebana; Weiterbildung in Kursen, Ölmalerei bei Dr. Lena Brauer +. Internationale Ausstellungstätigkeit. Die Natur steht im Fokus ihres Kunstschaffens. Mitglied der IG Bildende Kunst, Kulturvernetzung NÖ und bei ::kunst-projekte::.

Auf den Gemälden von Evamaria Karpfen im Stil des Phantastischen Realismus sind symbolhaft Motive verschiedener Naturphänomene abgebildet, wie „schwarze Raucher“ (hydrothermale Quellen am Grund der Tiefsee), Weltall, Granatapfel als Symbol des Lebens. Der Wind unseres Sonnensystems bewegt die Luft unseres Planeten, mit milden Lüftchen bis hin zu zerstörenden Orkanen, die Windräder der Kinder und die Windräder zur Energieerzeugung. Erst wenn die Erde keine Atmosphäre hat, gibt es keine grenzenlose Windbewegung mehr. Auch unser Universum verändert sich ständig, expandiert – vom Urknall, später Atomen, Molekülen, Sonnen, Planeten und Galaxien, bis hin zu Mineralien und Meteoriten. Ob es ein Ende dieser Entwicklung gibt, ist ungewiss. 

Die beiden Kaltnadelradierungen zeigen „NEOPHYTEN“, die ihr ursprüngliches Territorium auf natürliche Weise oder durch den Menschen verändern – zum Guten oder zum Schlechten. 
Vielleicht findet die permanente Veränderung jetzt zu schnell statt und die Grenze der Anpassungsfähigkeit ist überschritten…
Die Sehnsucht nach „FREEDOM“ (Freiheit) wird in den beiden anderen Kaltnadelradierungen zum Ausdruck gebracht. Vielerlei Gründe sprechen für den Versuch die Grenze eines unerträglich gewordenen Ortes der von Diktaturen, Unruhen, Naturkatastrophen und Kriegen geprägt ist, zu überwinden. Kein Stacheldraht kann den Reiher aufhalten. Mit anmutiger Bewegung fliegt er darüber hinweg. Millionen Menschen möchten an seiner Stelle sein.

Beate KREMPE 
Geboren 1965 in Verden/Aller bei Bremen. Beeinflusst durch den Großvater, der Maler war, und die Spaziergänge durch Worpswede (berühmte Künstlerkolonie) und Fischerhude früher Zugang zur Kunst. Studium der Kunst und des Designs in Hannover. Seit dem Diplom 1989 freie Künstlerin, vorwiegend Collagen, Bühnenbildnerin und Organisatorin von Kunstprojekten und Kunstevents, seit 2000 eigenes Atelier in Willich, seit 2007 künstlerische Leiterin von „Art meets Webdesign“. Zahlreiche Ausstellungen national und international. Mitglied bei ::kunst-projekte::

Zu den Collagen – hier als Reproduktionen gezeigt, legt Beate Krempe ein Werktagebuch vor. Die zum Teil großformatigen Originale entstanden 2015 im Zuge des GRANATAPFELPROJEKTES anlässlich des Gedenkens an den Armenien-Genozid 1915, bei dem mit verschiedenen Kunstaktionen Erwachsenen, Jugendlichen und Flüchtlingen in Willich das Thema „Vertreibung – Versöhnung – Verzeihen“ aufgearbeitet wurde.

Nikola TROMAYER-TREFALT 
Ihr Künstlername „eNTiTy" wurde aus den Initialen ihres Namens gebildet. Geboren 1980 in Rum in Tirol, lebt seit 1998 in Wien. Über die Kunstpädagogik fand sie einen Weg, wie sich Kreativität und ihre soziale Ader miteinander verbinden lassen. Sowohl Auftragsarbeiten als auch freie Kreativprojekte lassen sie immer wieder neue Wege beschreiten. Dazu gehört auch ihr Gesang, mit dem sie das Publikum immer wieder begeistert. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Nikola Tromayer-Trefalt präsentiert ausgewählte Arbeiten ihrer Serie „Unterwegs“, die sie während U-Bahn- oder Straßenbahnfahrten in Wien geschaffen hat. Ihre Lesung „UNTERWEGS - Geschichten aus U- und Straßenbahn“ behandelt die Entstehungsgeschichten zu den Werken, die von den momentanen Stimmungen und der Atmosphäre während des Ein- oder Umsteigens geprägt sind.                                    

KUNSTRAUM EWIGKEITSGASSE Thelemangasse 6, 1170 Wien  Donnerstag 24. November, 19.30 Uhr

LESUNG  Andreas SCHINDL  Aus dem Tagebuch zum aktuellen Romanprojekt „Paurs Traum“

Andreas Schindl 
Geboren 1968 in Wien, Studium Medizin & Fotobiologie, Hautarzt. Ab 1995 Kommentare & Essays in Tages- & Wochenzeitungen. 2014 Das Land zwischen den Gedankenstrichen. Neues Nachdenkbuch für Österreicher, Styria Premium, 2015 Korvettenkapitän & Mundwäscherin. Was man in Wien einmal werden konnte, Metroverlag. Mitglied bei ::kunst-projekte::. 

Andreas Schindl liest Tagebuchauszüge zu seinem aktuellen historischen Roman-Projekt mit dem Arbeitstitel "PAURS TRAUM". Darin lässt er seinem Protagonisten Leopold Paur und seiner Traumstadt zwischen Horn und Altenburg, die durch - heute würde man sagen - „Crowdfunding“ finanziert hätte werden sollen, späte Ehre angedeihen:
Leopold Paur, Sohn eines Bauern und Dorfrichters aus dem niederösterreichischen Altenburg, erhält die Gelegenheit, im Wien des 18. Jahrhunderts Jus zu studieren. Die Heirat ermöglicht dem jungen Hofadvokaten eine gutbürgerliche Existenz. Doch er will mehr: Sein Name soll in die Geschichte eingehen. Er schließt sich einer der zahlreichen Freimaurersekten an, wo er die Bekanntschaft eines aus Südamerika heimgekehrten Jesuitenpaters macht. Dieser hat ein „untrügliches Heilmittel wider die Lustseuche“ (Syphilis) mitgebracht. Paur erkennt seine Chance, als Humanist Weltruhm zu erlangen und solcherart auch seinen größten Wunsch zu verwirklichen: die „Stadt im Traum“ zu bauen, in der Menschen aller Rassen und Religionen in Frieden und Eintracht leben können. Aber der ehrgeizige Jurist hat sich verrechnet...


events im überblick

::kunst-projekte:: TAGEBUCHTAGE 2016 in Wort & Bild BUCHPRÄSENTATIONEN, LESUNGEN, AUSTELLUNGSERÖFFNUNGEN

TERMINE und ORTE:

presse

PRESSEINFORMATION ALS PDF




 


 


 

[zurück]

PrinterFriendly
Druckoptimierte Version
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail