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POLARITÄT Werkschau 1, 2, 3

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I Polarität 1_3 I Polarität 2_3 I


die Ausstellungsreihe 2017 im OFFSPACE C.I. Payergasse 14, 1160 Wien

text zur ausstellungsreihe

POLARITÄT … Scheinbare Gegensätze bedingen einander. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar.

Das Jahresthema 2017 lautet POLARITÄT - als philosophischer Ausdruck für das Verhältnis sich gegenseitig bedingender Größen. Eine Polarität besteht aus einem Gegensatzpaar und der Beziehung zwischen den Polen. Und die äußere Welt offenbart sich überhaupt nur durch Gegensätze bzw. Gegensatzpaare. 

Die Symbolik der Polarität

Das universale Gesetz, nach dem alles in der sichtbaren Welt strukturiert ist, beruht auf fortwährender Bewegung und Entwicklung. Hauptmerkmal dieses Ordnungsprinzips - damit überhaupt eine Aktion oder Reaktion, gleich auf welcher  Ebene - stattfinden kann, ist ein Gegensatzpaar, eine Polarität. Polarität ist nicht mit Dualität gleichzusetzen! Der Unterschied besteht darin, dass Dualismus nur die unversöhnlichen Gegensätze sieht und zu einseitigen Wertungen und Entscheidungen führt, welche die Welt in ebenso unvereinbare Gegensätze auseinander reißt, während die Polarität aus der Einheit geboren ist und den Begriff der Ganzheit einschließt. Die jeweiligen Pole ergänzen einander, sind untrennbar miteinander verbunden. Diese polaren Gegensätze wie schwarz und weiß, plus und minus, männlich und weiblich, Engel und Teufel etc. stehen hinter  Bewegungsprozessen gleich welcher Art, ob Gedanken, Gefühlen oder biochemischen Stoffwechselvorgängen ...

Dieser Themenbereich wird in den drei von ::kunst-projekte:: kuratierten drei- bis vierwöchigen Gruppenausstellungen im Club International künstlerisch interpretiert und aufgearbeitet. So wie erstmals 2016 erscheint wieder ein WERKKATALOG, der bei der dritten Gruppenausstellung präsentiert wird.


POLARITÄT Werkschau 3_3

Motto:
Leben und Tod, Wachen und Schlafen, Jugend und Alter ist bei uns ein und dasselbe:
denn dieses verwandelt sich in jenes und jenes wiederum in dies…
                                                                                                                           Heraklit (520-460 v. Chr.)



Lea ANDERS
Ellen BITTNER
Vjekoslav BORIC
Elisabeth BURKERT
DIATVEREMA

Anna FREUDENTHALER
Ingrid HALTER
Heidrun KARLIC
Erich J. KREUTZER
Tamara MATARA
Franz PETTO
Katalin RATH
Helena SOBEK



 







An der dritten und letzten Werkschau von kunst-projekte zum Jahresthema POLARITÄT sind 13 international tätige Künstlerinnen und Künstler aus Österreich und Deutschland beteiligt. In Malerei, Mixed Media, Zeichnung und Fotokunst werden von ihnen die únterschiedlichen Aspekte der Metamorphose und von Seinszuständen untersucht und frei interpretiert. Phänomene aus der Natur und dem Menschsein, die sich oft nur vordergründig als Gegensätze erweisen, dienen ihnen als Beispiele. Gegenständliches trifft dabei auf Abstraktes und Surreales, sodass dem Betrachter genügend Spielraum für eigene Deutungsmöglichkeiten bleibt.
Das gesamte Ausstellungsprojekt – POLARITÄT Werkschau 1, 2 und 3 – wird wieder in einem Werkkatalog dokumentiert.


   
die.events

ERÖFFNUNG/VERNISSAGE und KATALOGPRÄSENTATION - auch digital
Samstag, 16. September 2017, 19 Uhr
Ausstellungsende / Finissage: Samstag, 14. Oktober 2017, 16 Uhr
Etwaige Termine von Künstlergesprächen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

die.künstler & die.werke

   Bilder- und Preisliste 3_3

Lea Anders (Mag. Doris Fedra) www.lea-anders.com

Die Zeichnungen in Schwarz-Weiß stellen für die Künstlerin eine Polarität in sich dar. Obwohl die inhaltlichen Aussagen oftmals den Eindruck erwecken, in der Masse zu verschwimmen, sind sie dennoch, je nach Bildmotiv, zwei unterschiedlichen Welten zuzuordnen, die sich in irgendeiner Art und Weise berühren, begegnen, befruchten, ineinanderfließen, bekämpfen etc.

In DIESSEITS UND JENSEITS trifft Physisches auf Metaphysisches. Die Ungewissheit ist jenes Element, welches sowohl das Leben als auch den Tod verbindet. Die Wege im unteren Bereich des Werks stehen für die unzähligen Auswahlmöglichkeiten im Leben mit Sackgassen und Irrwegen. Nach oben hin werden die Linien dichter und dünner. Was bleibt, ist die Überraschung zum Schluss. Woher wir kommen und wohin wir gehen ist Glaubens- oder Ansichtssache und nicht endgültig definiert.

Bei JUGEND UND ALTER geht es um den Kampf, die Vielschichtigkeit und die Komplexität beider Seinszustände. Es gibt Begrenzungen und Durchgänge aber auch Widerstand und Behinderung. Die Dynamik soll das dem Leben innewohnende Streben, aber auch das sich Durchsetzen und Kämpfen-Müssen ausdrücken. Besonders in Zeiten wie diesen gibt es immer mehr Menschen jung oder alt (linke oder rechte Bildhälfte), die sich in einem Überlebens-Karussell befinden.

MANGEL UND ÜBERFLUSS ist eine Metapher für die Fülle, aber auch für Bodenlosigkeit. Auch im Überfluss kann Mangel herrschen. Das Werk stellt Gefäße dar, die nach unten hin nicht verschlossen sind wie ein Fass ohne Boden, das immer aufs Neue gefüllt werden muss. Lesen Sie mehr

Geboren 1958 in Linz, lebt in Salzburg Land. Sozialpädagogische Ausbildung. Langjährige Beratungs- und Seminartätigkeit zu den Themen Kommunikation, Konfliktlösung, Zeit- und Stressmanagement sowie Führungskräftetraining. 1999 Gründung des KEY Institutes für Persönlichkeitsentwicklung; seither Energie-, Stress- und Verhaltensforschung.
Seit der Jugend kreativer Ausdruck im gestalterischen, musikalischen und schriftstellerischen Bereich. Ab 2003 Mitwirkung in unterschiedlichen Chorprojekten. Seit 2006 vermehrte schriftstellerische Tätigkeit. Seit 2013 intensive Auseinandersetzung mit Fotografie, Malerei, Holzschnitt und Zeichnung. Kurse u. a. in Wien und Salzburg, an den Kunstakademien Salzburg und seit 2015 Studiengang bei Prof. Jo Bukowski Bad Reichenhall. Teilnahme am Künstlersymposium Niederösterreich mit Auktion. Seit 2009 Konzeptprogramme die zumeist aus einer Kombination von Musik, Text und Bild/Foto/Projektion bestehen (gemeinsam mit Martin A. Fuchsberger).
2011 Collage mit Bildprojektion, Text und Ton mit der Musikkapelle Anthering, 2013 Rauminstallation, Braunau/Inn, Uraufführung in Ton und Bild, Zell/See, 2014 „Bruchstücke“ Festival Oberalm, 2014-2015 „10 vor 9 – Es ist egal“ im Odeïon Kulturforum Salzburg, im Privatgymnasium Borromäum Salzburg sowie im Amtshaus der Salzburger Landesregierung
Seit 2015: Dauerausstellung im Parkhotel Brunauer, 2015 Innenraumgestaltung des Wirtschaftsflures im Novotel München Airport , Weihnachtsprogramm im Odeïon Salzburg 2016: Ausstellung „steinig zeitlos“ mit begleitenden Lyriklesungen Seelackenmuseum St. Veit/Pongau, Co-Autorin und Illustratorin des Lyrikbandes „Nebenschauplätze / Zuchthäusler und anderes Unglück“, 2017: Ausstellung „Secretive Stones“ Universitätsbibliothek Salzburg Lesen Sie mehr 

Ellen Bittner www.ellen-pictures.at

INSIDE –OUTSIDE thematisiert Begriffe wie Krieg – Frieden – Armut – Reichtum – Ausgrenzung – Akzeptanz. Von Menschenhand produziert, entstehen Grenzen, die eine Entwicklung der Ungleichheit nach sich ziehen; Barrieren aufbauend, die Schere der Ungleichheit weit öffnend und Entwicklungen unbekannten, unerwartenden Ausmaßes entstehend. In FEDERLEICHT – TONNENSCHWER schwebt man federleicht im Universum des Reichtums, der Sorglosigkeit, vielleicht auch des Glücks. Tonnenschwer fällt man ins Dunkel der Ungewissheit und des Leides. Eng beisammen sind mitunter die Schwebenden und die Fallenden, wo eines augenblicklich das Andere ersetzen kann.

Geboren in Wien. Ausbildung Textildesign  an der Höheren Technischen  Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt  für Textildesign und Datenverarbeitung – Wien, freischaffende Textildesignerin in Wien, Werbegrafik und Zeichentrick - Österreich und Schweden, SASCHA-UFA Film Wien – für den ORF. Seit 1998 freischaffende Künstlerin. Bilder in Öl – Mischtechnik – Collagen – Zeichnung – Siebdruck, gegenständlich – abstrakt
Ausstellungen in Österreich – Frankreich - Deutschland
Arbeiten in Privatbesitz, im Besitz der Stadt Linz – Museum NORDICO, Stadtmuseum Klosterneuburg
Recognition Price PALM ART Award 2015
Eintragung im ART Compass 2016 Art Domain Publisher/ Himmelblau
Monografie 2017 Naumann/Beck Verlag für Kunst und Kluge Texte/est2011/Deutschland
Jurymitglied ArtOpen, AO Selector for //Painting// and //Drawing//
Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs
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Vjekoslav Boric www.galeriestudio38.at/Boric

SMARTPHONING zeigt eine vertraute Naturkulisse (eine Parklandschaft) und ein kleines Ding in der Hand der liegenden Person, beide vollkommen entfremdet zueinander -irgendwie ein Gegensatzpaar der menschlichen Errungenschaften, eingebettet in einer harmonischen Situation des Faulenzens.

Geboren 1957 in Bistrinci (Slawonien), lebt in Wien. Seit 1995 Ausstellungen in Wien, Kroatien und USA. Seit 2013 Teilnahme bei von kunst-projekte kuratierten Ausstellungen. Experimentiert mit Musik zur Malerei (Boric MM). Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Elisabeth Burkert www.galeriestudio38.at/ELISABETH.BURKERT

Im Werk ÄTNA trifft heiße Lava auf Schnee und Eis. Ein Traum von Elfen in dunkler Nacht  wurde in Grautönen umgesetzt.

Geboren in Wien. Hat einige Jahre im Museum des 20. Jahrhunderts gearbeitet. Seit 2009 begeistert sie sich fürs Malen und hat seither Kurse an der Volkshochschule sowie Workshops absolviert. Ausstellungen in Wien seit 2010, 2017 im Burgenland. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

DIATVEREMA (Ilona PETÖNE SZENTES) www.galeriestudio38.at/PETOENE

Die beiden Zeichnungen HAWKING & NEWTON und DALAI LAMA & EINSTEIN
stammen aus der Serie bekannter, und weniger bekannter Persönlichkeiten als Yin und Yang-Paare.

Zu den Bildern:
Als Grundsatz kennen wir alle das Symbol der Ganzheit: Tai- ji, das „sehr große Höchste". Yin + Yang = Tao. Beide Seiten der Polarität bedürfen einander und sind nur zusammen ganz und eins. [...] Die helle Yang- und die dunkle Yin-Seite ergänzen sich zum vollkommenen Symbol des Kreises oder der Einheit. Aber selbst noch in jedem Teil steckt der Gegenpol, wie der schwarze Punkt im weißen Yang-Feld und der weiße im schwarzen Yin zeigen." *
* Rüdiger Dahlke: Die Schicksalsgesetze (Goldmann Verlag, München,2009, Seite 42)

Noch ein Zitat zum Thema: „Es ist nicht unsere Aufgabe, einander näherzukommen, so wenig wie Sonne und Mond zueinander kommen oder Meer und Land. Wir zwei, lieber Freund, sind Sonne und Mond, sind Meer und Land. Unser Ziel ist nicht, ineinander überzugehen, sondern einander zu erkennen und einer im andern das sehen und ehren zu lernen, was er ist: des andern Gegenstück und Ergänzung." **
** Hermann Hesse: Narziß und Goldmund (Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main, 2003 Seite 49)

Geboren 1962 in Budapest, lebt in Wien. Kunststudium HLA für Bildende & Angewandte Kunst, Budapest (Buch-Design) & Akademie der Bildenden Künste, Wien (Tapisserie, nicht abgeschlossen). Veröffentlichungen von Grafiken in der kulturellen Wochenzeitschrift „Èlet és Irodalom" – „Leben und Literatur" in Budapest. Ausstellungen in Budapest, Wien, NÖ. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Anna Freudenthaler www.galeriestudio38.at/anna.freudenthaler

FISH TURN INTO BIRDS ist so wie viele ihrer anderen Werke eine Schwarz-Weiß-Tusche-Zeichnung auf dem Medium Papier, Dabei lässt Freudenthaler wie eine Forscherin ihre Figuren entstehen und beobachtet dann, was mit ihnen passiert. Manchmal verschwinden sie und tauchen erst in anderen Bildern wieder auf. Gleichzeitig werden die Mechanismen, die unsere Welt bewegen, von ihr hinterfragt.

Geboren 1972 in Moskau, lebt in NÖ, Architektin, seit der Kindheit großes Interesse an Malerei und bildender Kunst; 1991-97 Studienaufenthalte in Wien und Köln, 1996 Diplom für Architektur am Moskauer Architektur Institut (MARCHI), 2000 Nostrifizierung an der TU Wien, seit 1998 Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „arch.eu“ Moskau / Wien, seit 2006 selbstständig. Zahlreiche Ausstellungen: Moskau, Belm (D) , Breslau (CZ), Strassburg (F), London (GB), Wien. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Ingrid Halter www.galeriestudio38.at/Ingrid-Halter

JUNG UND ALT sind auf einem Bild vereint. In der für sie typischen Malweise hat die Künstlerin den Kanadakranich als Motiv gewählt. Das Junge ist eines des best gehüteten Tiere auf unserem Planeten. Beide Elternpaare bauen das Nest, brüten abwechselnd, füttern und beschützen gemeinsam und bleiben ein Leben lang zusammen. Der Nestling hat eine Lebenserwartung von ungefähr 50 Jahren, bis sein Zyklus zu Ende geht und das Alter ihn einholt.

In Wien geboren und aufgewachsen, Dolmetscherdiplom, kam 1962 in die Schweiz und lebt seit 2006 wieder in Österreich. Schon immer künstlerisch auf vielen Gebieten tätig, besuchte sie eine zweijährige Kunstschule in Lausanne. Sie konzentriert sich in ihrer Malerei auf Motive aus der Natur: Tiere, Pflanzen, Vögel, Insekten, Steine. Inspiriert wurde sie durch das Betrachten von Kristallformationen im Mikroskop beim Schleifen und Polieren von Halbedelsteinen. Für diese Art der Malerei erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen. Ingrid Halter verwendet ausschließlich Ölfarben auf Wasserbasis, für die sie keine Lösungsmittel braucht. Seit 2011 Ausstellungen in Deutschland beim Europäischen Kulturkreis Baden-Baden, Schweiz und Österreich. Mitglied bei kitz art und bei ::kunst-projekte::.

Heidrun Karlic www.galeriestudio38.at/KARLIC

Ein PINGUINTRIO diskutiert über das Ozonloch und über den Klimawandel: ein Themenkreis, der immer wieder „polarisiert", ganz abgesehen vom Lebensraum der Pinguine in der Antarktis. Der Pinguin ist auch das Maskottchen von Linux (Konkurrenz zu Windows & Google), ebenfalls etwas „Polarisierendes"

Geboren 1956 in Wiener Neustadt, lebt in Wien; Wissenschaftlerin mit künstlerischen Ambitionen (a. o. Univ. –Prof. Medizinische Universität Wien und Ludwig Boltzmann Cluster Oncology); Kunstschule Wien und Sommerakademien. Ausstellungen national und international. Beteiligung an Charity-Projekten. Malerei, Mixed Media und Holzschnitte. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Erich J. Kreutzer (Dr. Msc. n. A. R.) www.ejk.photography

Die Fotoarbeit DIFFUSE AUSGRENZUNG stellt anhand von Insekten die Polarität zwischen einer – intellektuell nicht überaus hochstehenden – Gruppe und einem „neuen“ Individuum dar. Dieses wird von der Gruppe nur diffus (Bildunschärfe in diesem Bereich) wahrgenommen und sicherheitshalber ausgegrenzt.
Bezug zum Thema: Kritische Auseinandersetzung mit Polaritäten
Slogan: „Polaritäten im Universum – Fluch oder Segen?“

Geboren 1956, lebt und arbeitet in Wien und West-Ungarn; 30 Jahre Touristik im In- und Ausland, Spezialgebiet: Schiffswesen, Australien, Neuseeland & Südpazifik;
2013 Promotion zum Doctor of Metaphysical Science - University of Sedona, Spezialgebiet Polynesische Philosophie und Heilmethoden. Künstlerische Tätigkeit: Photographie und Schreiben. Ausbildung zum Profifotografen. 2013 erschien sein erstes Buch in Englisch, das die Polynesische Philosophie und die Heilmethoden am Beispiel des bekanntesten Polynesiers Barack Obama zum Inhalt hat. Gründungs- und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Kunst und Medizin.
Ausstellungen und Publikationen: Teilnahme an internationalen Ausstellungen von „Asklepios Med“ in Bratislava, Tihany und New York; 2016: USA-Fotoausstellung „4 Corners, 1 Diagonal & some ALOHA!“- Diverse nationale Ausstellungsteilnahmen im Rahmen der ÖGKM, Auftrags-Fotografie für wissenschaftliche (Lehr-)Bücher des IKON-Verlags, Freelance-Fotografie für diverse Medien, Vorbereitung einer Fotoausstellung zum Thema „Sri Lanka und Buddhismus“. Lesen Sie mehr

Tamara Matara (Tamara Kolb) www.tamara-matara.com

LEBEN UND TOD - DIE ZWEI TEILE DES SEINS LAUTET vereint ihr Gemälde, bei dem sie auch Schlagmetall verwendet hat. „Sie“, die Figur, die ihr gesamtes späteres Schaffen begleitet, wird hier gleichsam gespiegelt. Die vordergründige dekorative Schönheit der graphisch anmutenden Linien verweist dennoch auf eine tiefgründige Aussage.

„Leben, ich höre dich durch den Gesang der Schwalben - der Vögel, die nur dann fliegen, lassen sie sich in dir fallen. Kein Gleiten durch die Lüfte, fehlte ihnen das Vertrauen in gute Winde, in sich selbst und in dich. Ich höre dich, du güldnes Leben - ich höre dich, du größtes Geschenk von allen.
Tod, ich höre dich durch den Schrei des alten Raben - des großen Vogels, der dich nicht scheut. Dieses gefiederten Erzählers von der Seite des großen Ganzen, die ich, so mitten im Leben nur erahn. Stolzer, mutiger Vogel schon oft sprach dein einsamer, heiserer Schrei mir den Schmerz von der Seele. Großer schöner Vogel, hör’ nie auf, mir davon zu erzählen, dass jedes Ende ein Anfang ist.
Leben - Tod... ihr seid euch so ähnlich, so gleichauf, so erschreckend-herrlich groß. Ich verbeuge mich vor eurer Einheit, ich grüße euch und tanze unter eurem hellen Licht.
Ein kleiner Mensch, der spürt, der sieht, der fühlt, erlebt und lauscht... auf den Gesang der Schwalbe und auf Schrei des Rabens  dieses ewigen, wunderbaren Stücks Musik über das große Ganze und darüber, dass es gut ist, so wie es ist."

Geboren 1980 in Bad Aussee (Stmk.), lebt in Graz. Matura HTBLA ORTWEIN Graz, Zweig Bildhauerei. 2006 – 2007 Reisen und Zeichnen durch Australien und Neuseeland. 2007 private Ausstellung in Levin - Neuseeland, 2010 gewinnt Atomic Designwettbewerb
2013 und 2014 zwei Ausstellungen im  Café Bar „Tintenfass" Graz; findet ihren Mentor Curt Schnecker 2016 Gewinn des Stiftungspreises der Ernst-und-Rosa-von-Dombrowski-Stiftung
Aufnahme in den Werkbund Graz; 2017 Gemeinschaftsausstellung Künstlerhaus Graz Thema "Alice im Wunderland", Gemeinschaftsausstellung „Wasserwelten“ der Kunstraum in den Ringstrassen Galerien, Wien. Lesen Sie mehr

Franz Petto www.petto.at

DER MENSCH UNTER DRUCK versinnbildlicht den Zustand des Menschen in unserer Gesellschaft. Indem sich Pole wie Arm und Reich zum Beispiel ausbilden und sich diese über die Jahre noch verstärken, entsteht Druck. Will jemand nicht aus dem System aussteigen, muss er mehr arbeiten und effizienter werden. Dieser Prozess kann solange gesteigert werden, bis es schließlich gelungen ist, sich selbst wegzurationalisieren… Auch Franz Petto kann auf seine eigenen diesbezüglichen Erfahrungen zurückgreifen, wurde er doch 2010 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Er malt seine Bilder meistens auf Baumaterial, das ist zwar etwas grob, dafür aber sehr lebendig. Es ist jedoch ein Kampf mit dem Material, eine Materialschlacht, bei der Pinsel zu Bruch gehen oder bei anhaltender Depression heimlich still und leise im Waschwasser verrotten…

1958 geboren als Sohn deutsch-ungarischer bzw. deutsch-jugoslawischer Flüchtlinge in Wien, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Wien, 1980 Kolleg für Maschinenbau, Ingenieur für die Druckweiterverarbeitungsindustrie, Erfinder, mehrere Patente, Maler und Schriftsteller (ein Roman, mehrere Lesungen in Wiener Literaturkaffees), zunächst kleinformatige Ölbilder nach dem Studium Alter Meister, jedoch freie, spontane Malweise. 1988 Klasse Emilio Vedova in Salzburg, 1988-1994 Kurse zur künstlerischen Weiterbildung.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
2017, 2016 Kunstschule Wien, 2015, 2016 Aesthetica Magazine GB, 2015 SOLO Ausstellung und Lesung Galerie Tacheles, Gmunden OÖ, 2014 Aufnahme in das Art Advisory Programm von Saatchi Art, veröffentlicht die Site Art Brut & Humor, sie hat tausende Besucher im Internet, 2012 AKH Galerie Wien 2011 Aufnahme bei INSIDERART Deutschland, 1993 Polycollege Stöbergasse: “Eating ART with a Spoon”
1983 -1988 Wiener Innenstadt-Galerien: Blutgasse, Chobot, Gabriel

Katalin Rath (Dr.) www.katalinrath.com

Das Werk LÜGE UND WAHRHEIT, das hochkant/diagonal präsentiert wird, verweist auf ein in Zeiten der Social Media brisantes Phänomen. Lüge und Wahrheit sind immer schwieriger zu unterscheiden. Wir sind in unserem Leben permanent mit Lügen umgeben. Die
meisten lügen für Geld und Macht und verkaufen dafür ihre Seelen. Viele werden aber auch ungewollt, vor allem, unbemerkt selbst zu Lügnern. Die Wahrheit schwindet allmählich. Wo ist sie? Gibt es sie überhaupt? Was gilt schon als Lüge? Ist der Übergang zwischen Lüge und Wahrheit schleichend oder krass? Darüber will das Bild erzählen.
Verbindung zum Thema: Im dunklen Labyrinth der Lüge versucht Katalin Rath den
leuchtenden Pfad der Wahrheit zu finden und ihm zu folgen.
Slogan: Veritas semper vincit!

Geboren, aufgewachsen, Schulausbildung und Zahnmedizinstudium in Budapest (Ungarn).
Flucht vor dem kommunistischen Regime nach Schweden; später Übersiedlung nach Wien,
Diplom in Allgemeinmedizin. 30 Jahre Arbeit als ganzheitliche Zahnärztin in eigener Praxis
in Wien. Leidenschaft für die aktive Kunst, besonders für Malerei und Töpferei seit früher Jugend. Wiederaufleben der künstlerischen Kreativität nach Beendigung der beruflichen Laufbahn. Künstlerische Fortbildung bei verschiedenen Meistern Daneben auch Beschäftigung mit Keramik. Aktives Mitglied diverser Kunstvereine und Gründungsmitglied der ÖGKM (Österreichische Gesellschaft für Kunst und Medizin). Malt zumeist Stimmungsbilder, mit Themen wie Gefühle und Eindrücke in der Natur. Zahlreiche Einzelausstellungen und Teilnahme an Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Lesen Sie mehr

Helena Sobek (Lena Dongauzer) www.helenasobek.de

Die beiden Werke in Mischtechnik und Acryl auf Papier, AFRIKA und DIE UND DREI ANDERE stehen gewissermaßen für sich selbst und werden von der Künstlerin bewusst nicht interpretiert. Dennoch hat sie ihnen ein Gedicht bzw. ein Zitat sozusagen als erweiterte Bildunterschrift zugeordnet.

AFRIKA
Ich schlafe nicht, ich bin nur ein bisschen leichter
Ein wenig besser, ein wenig naiv vielleicht
Dich nehm’ ich mit gewiss und freilich
in das Meer, das ein wenig kleiner ist
als ich mir vorstellen kann
Nein, ich kann dich nicht verlassen
Dich nehm’ ich mit gewiss und freilich
In jenen Himmel, der ein bisschen weiter
als der Abstand zwischen, vor und nach uns
Nein, ich kann dich nicht verlassen
Nein. Von dir gehe ich nicht fort.
Du bist alles, was ich mir vorstellen kann.
zwischen Traum und Wirklichkeit
Nein, ich gehe nicht fort
Ich werde dich nicht verlassen
Ich bin nur ein wenig leichter

DIE UND DREI ANDERE
Wasser - das ist das weichste und das schwächste Wesen auf der Welt, doch im Durchdringen vom Harten und Stabilen ist es unschlagbar, und auf der ganzen Welt gibt es nichts, was ihm gleicht. Die Schwachen besiegen die Starken, das Weiche durchdringt das Harte. Das wissen alle, doch die Menschen können es nicht verwirklichen... Laozi

Geboren als Lena Rosina, 1983-1987 Künstlerschule. Kamjanka-Dniprowska. Ukraine.
1991-1996 Staatliche Universität Zaporizje. Psychologie. 2002-2005 Staatliche Akademie der Fürungskader der Kultur und der Künste. Kiew. Ukraine, seit 2009 wohnt und arbeitet in Konstanz. Deutschland.

Lea ANDERS
Ellen BITTNER
Vjekoslav BORIC
Elisabeth BURKERT
DIATVEREMA

Anna FREUDENTHALER
Ingrid HALTER
Heidrun KARLIC
Erich J. KREUTZER
Tamara MATARA
Franz PETTO
Katalin RATH
Helena SOBEK

 



 

POLARITÄT Werkschau 2_3

Motto: 
Der Künstler ist Erfinder und Dolmetscher zwischen Natur und Kunst… 
Leonardo da Vinci  
 



Marion BANCHER
DIATVEREMA (Ilona Petöne SZENTES)
Anna FREUDENTHALER
Roland HAUSER
Sonja HENISCH
Sylvia KÖLBL
Sara PANCOT
Heinz PULLETZ
Gabriele SCHILLINGER
Tschion E. SMOKE (David Cioni)



 





 

    die.events

VERNISSAGE Dienstag, 16. Mai 
SONDERFÜHRUNGEN am Samstag, 20. Mai 
beim brunnenviertler StraßenKunstFest Programm brunnenviertler
KÜNSTLERGESPRÄCH Freitag, 2. Juni
Marion BANCHER, Anna FREUDENTHALER, Sara PANCOT, Tschion E. SMOKE

AUSSTELLUNGSENDE Samstag, 10. Juni 

die.künstler & die.werke

  
Bilder- und Preisliste 2_3

Marion BANCHER http://marionbancher.com

Ich als ein dazwischen
zwischen tier und mensch
ich als schöpfer dieses tiers
ich als sein dieses tiers
ich in der welt zwischen natur und kunst
ich
die natur
meine natur
die zeit
das dazwischen zwischen mir und dem bild
du
und wir
und
ich

Die Serie “LASCOTTINA” („Das kleine Lascaux“ in italienischer Übersetzung) zeigt in Mischtechnik auf Molino Tiere, die an die berühmte Höhlenmalerei in Frankreich aus dem Jungpaläolithikum erinnern. Ohne das Zutun der Künstlerin, die die Frage nach Zeit schon immer begleitet, entstehen diese Wesen, setzen sich in Wolken fest, deren Lauf Phantasien in Gang bringen. Pinselstriche lassen die Sicht des Betrachters offen, seine Interpretationen, Vergleiche, Assoziationen. Das Tier ist Ausdruck einer Gemütsverfassung und eine Metapher, ein Sinnbild. Die Malerei dient als Mittel zum Zweck, zur Auseinandersetzung zwischen Betrachter und Künstlerin.

Geboren 1972 in Bozen (I), lebt in Wien. Matura am Deutschsprachlichen Gymnasium Bozen/Italien, Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien,
1995, 1996 Aufenthalt in Berlin, Studium an der Hochschule der Künste, Berlin (HdK), 1998 – 2003 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, Meisterklasse Prachensky, Obholzer, Schulz, Hohenbüchler, 2003 Diplom - Mag. art.
Performances und Installationen: „Murales“ - Wandgestaltung Projektraum Sonnenpark Neusiedlersee; Wien: Galerie Sonnensegel, Q202; Kostüm, Bühnenbild, Tanz, Musik und Organisation für Tanzperformances im Semper Depot. Videoinstallation für die Ausstellung „Schwanenhals und Goldkrepine“, Wagenburg, Kunsthistorisches Museum,  Performance für die Ausstellung „Die Bücher der KünstlerInnen“, Kupferstichkabinett / Akademie der Bildenden Künste. 
Ausstellungen in Wien: Galerie KRAS, Galerie Alpha, „Tage des offenen Ateliers“ Studio Bancher, Wiener Institut für Bindungstherapie Lin Burian & Team, Galerie Sonnensegel, Wiener Secession, Wasserturm, Galerie Peithner-Lichtenfels, Firma Ispa
Publikationen / Preise: „Schwanenhals und Goldkrepine“ KHM Wien, Preis zur Ausschreibung des Wettbewerbs der  Wandgestaltung REHA Rust, Burgenland, Preis der Akademie der Bildenden Künste, Wien

DIATVEREMA (Ilona PETÖNE SZENTES) www.galeriestudio38.at/PETOENE

Die beiden Werke mit dem Titel „Vervielfachte Gegensätzlichkeit“ sind experimentelle Mischtechniken aus Aquarell und digitaler Bildbearbeitung. Das „klassisch“ gemalte Aquarell erfährt auf dem Rechner seine zweite Entstehung. Die Linien werden in andere Richtungen geführt, die Formen bekommen neue Dimensionen. So wird der Bogen vom Ursprünglichen zum Neuesten gespannt, vom Materiellen zum Digitalisierten, von Pol zu Pol. Die Bilder enthalten noch weitere Hinweise auf Polarität und deren Auswirkungen in verschiedenen Gebieten, wie die Gesellschaft, Elektromagnetik oder Wasserströmungen.

Geboren 1962 in Budapest, lebt in Wien. Kunststudium HLA für Bildende & Angewandte Kunst, Budapest (Buch-Design) & Akademie der Bildenden Künste, Wien (Tapisserie, nicht abgeschlossen). Veröffentlichungen von Grafiken in der kulturellen Wochenzeitschrift „Èlet és Irodalom" – „Leben und Literatur" in Budapest. Ausstellungen in Budapest, Wien, NÖ. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Anna FREUDENTHALER Link 1 facebook Seite

Polarität bedeutet für sie Schwarz und Weiß, so auch in ihren beiden Tuschezeichnungen, in denen sie Labyrinthe darstellt. Mit monochromen Zeichnungen auf dem Medium Papier setzt sie sich absichtlich Grenzen und versucht eine Matrix zu schaffen, um die Dinge um sie herum besser zu verstehen und ordnen zu können. Wie eine Forscherin oder wie eine Schriftstellerin lässt sie ihre Figuren entstehen und beobachtet dann, was mit ihnen passiert. Manchmal verschwinden sie und tauchen erst in anderen späteren Bildern wieder auf. Gleichzeitig werden die Mechanismen, die unsere Welt bewegen, von ihr hinterfragt. Sind wir nicht alle nur Blätter und Äste in einem riesigen Strom? Wir führen Kriege, verbrennen die Naturschätze, vernichten die Wälder, zerstören unser Klima und die digitale Technologie ersetzt unsere Realität.

Geboren 1972 in Moskau, lebt in NÖ, Architektin, seit der Kindheit großes Interesse an Malerei und bildender Kunst; 1991-97 Studienaufenthalte in Wien und Köln, 1996 Diplom für Architektur am Moskauer Architektur Institut (MARCHI), 2000 Nostrifizierung an der TU Wien, seit 1998 Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „arch.eu“ Moskau / Wien, seit 2006 selbstständig. Zahlreiche Ausstellungen: Moskau, Belm (D) , Breslau (CZ), , Strassburg (F), Wien.

Roland HAUSER www.rolandhauser.org
Ich selbst habe viel durch meine Kunst gelernt bzw. herausgefunden. Es muss Chaos geben, damit Ordnung existieren kann.
In the midst of movement and chaos keep stillness inside of you.

Die Polarität von Chaos und Ordnung ist in allen seinen „Paranatural Art Installations“ zu finden. Seine Objekte bestehen aus Naturmaterialien. Umher liegende Äste werden gesammelt, miteinander verbunden und verflochten oder in eine bereits vorhandene Grundstruktur eingebaut, das Chaos geordnet. Dadurch formt sich immer wieder etwas Neues, da jeder Ast eine einzigartige Kreation ist. Es ist gar nicht möglich ein Duplikat herzustellen. es passiert alles im Moment. In die Äste werden kleine Wurzeln, Blattstrukturen, Lianen von Bäumen oder Sträuchern aus verschiedenen Ländern integriert und das Ganze mit Faden und Wolle stabilisiert und mit Stoffen und Netzen bestückt. Durch die eingebauten LED-Lichter können die Werke mit wechselnden Farbeffekten beleuchtet werden. Die Natur wird mit dem Künstlichen verbunden, was als Teil dieser Polarität in der Polarität gesehen werden kann.
Fotos erweitern das Ganze zu einer Installations-Collage-Skulptur, welche wie eine Art Fernseher betrachtet werden kann, da durch den Lichtwechsel der LEDs ständig andere Farbeffekte erscheinen. Jeder sieht darin etwas anderes, da jeder eine andere Vorstellungskraft und Phantasie hat. Ein bekannter Visionär und Künstler, Android Jones nennt es PAREDOLIA. Es bedeutet, dass wenn man etwas betrachtet, was man so noch nie davor gesehen hat, verbinden unsere Synapsen im Gehirn es automatisch mit etwas, was man kennt oder woran man glaubt: etwas, das im Unterbewusstsein gespeichert ist oder in seiner Phantasie. 

Seine „Kunstkarriere“ begann 2011, wo er durch Bambus inspiriert wurde, seiner inneren Kreativität nachzuspüren. Outdoor- und Indoor-Installationen und Skulpturen. (Collagen - Dekorationen); Australien 2012, Holland 2015 (Festival), Griechenland 2016, 2016 Ausstellung Atelier Blumentopf, 1180 Wien.

Sonja HENISCH www.galeriestudio38.at/SONJAHENISCH

Yin und Yang sind in den beiden Ölbildern als Metaphern zu finden: etwa in der Darstellung des türkischen Mädchens Perihan, die am Fenster ihres kühlen schattigen Zimmers steht, das ihr wie eine schützende Höhle dient, während draußen brütende Hitze und praller Sonnenschein herrschen. Wird sie ihr Leben draußen meistern? (Sie hat es insofern gemeistert, indem sie nicht geheiratet hat.)
Die Frau auf einer einsamen Insel möchte den Tanz des Lebens tanzen. Der Gegensatz zu ihrer Vitalität ist das tote, angeschwemmte Kind, dem das nicht vergönnt war.

Geboren 1947 in Wien; Diplom- und Montessoripädagogin im öffentlichen Schuldienst; seit 2007 ausschließlich Malerin und Autorin. Künstlerische Ausbildung an der Volkshochschule, Universität für Bildende Kunst und Universität für Angewandte Kunst in Wien, 1975 Diplom; Grafikpreis; zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen. Mitgliedschaften: Berufsverband der Bildenden Künstler Österreichs, IG Autorinnen Autoren, Österreichischer PEN-Club und bei ::kunst-projekte::

Sylvia KÖLBL www.galeriestudio38.at/SYLVIA-KOELBL

Bei ihren Versuchen die Vielfalt der Schöpfung aufzuzeigen, experimentiert sie nicht nur mit unterschiedlichen Techniken, sondern auch hinsichtlich der Farben: Die leuchtende Farbe und die anmutige stolze Erscheinung stehen im Zentrum des Bildes von einem Flamingo, das durch die Verwendung von Pastellkreide auch die Weichheit des Federkleides wiedergeben soll. Eine Schwertlilie aus der Makroperspektive gesehen ist nicht nur aufgrund ihrer kräftigen Farbe, sondern auch wegen der feinrippigen Blütenblattstruktur und dem anatomischen Aufbau ein Kunstwerk. Der Dickkopffalter „Makroglossum stellatarum“, der zwar ein Nachtschmetterling ist, aber tagsüber fliegt, lebt in südlichen Ländern Europas und legt in den Sommermonaten Langstreckenflüge bis nach Mitteleuropa zurück. Dem unscheinbar gefärbten, aber faszinierenden Flugkünstler wird durch ein farbenfrohes, phantasievolles Umfeld ein großer Auftritt gegeben. Die Großfamilie der Affen hat Sylvia Kölbl in unzähligen Bildern festgehalten. Das Bild zeigt die leuchtendrote, ins Orange übergehende Hauptbehaarung eines Vari, die einer Löwenmähne gleich das schmale Gesicht mit den geradezu hypnotischen Augen umgibt.

Geboren 1949 in Wien, lebt in NÖ. Studium der Veterinärmedizin. Wissenschaftlich tätig als Virologin; Fachtierärztin und Referentin für internationale Gleichstellungspolitik. Seit 2012 im Ruhestand. Nach Beitritt in das 2013 gegründete Vetart-Kunstforum Wiederaufleben der künstlerischen Aktivitäten; sieht Zeichnen und Malen als Möglichkeit, Phantasien und Emotionen auszudrücken und die Schönheit der Natur nachzuempfinden. Zunächst waren Tierdarstellungen mit Pastellkreiden bevorzugte Motive, ehe sie sich auch anderer Techniken wie Aquarell, Kohle oder Acryl bedient und stets nach neuen, originellen Perspektiven für ihre Bilder sucht. Ausstellungen im Rahmen des Vetart-Kunstforums, ab 2016
Teilnahme an Ausstellungen von kunst-projekte, zuletzt POLARITÄT 1_3. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Sara PANCOT www.sarapancot.com

Im zweiteiligen Bild „Too little – too many“, das aus einem Mix verschiedener Materialien besteht, stellt Sara Pancot das Detail einer Gorillahand, die die ganze Bildfläche einnimmt und einer menschlichen Hand ähnelt, einer Ansammlung von Menschen, die ihre Hände in die Höhe strecken, gegenüber. Sie symbolisieren das konstante und dramatische Wachstum der Menschheit. Dieses verursacht die Zerstörung der Lebensräume der Gorillas und anderer Tiere. Anderseits kann das Bild auch eine positive Botschaft vermitteln, nämlich helfende Hände, die die Gorillas vom Aussterben bewahren wollen.

„We sink in waters deep“, ebenfalls zweiteilig, zeigt im ersten Teil einen Axolotl. In diesem mexikanischen Schwanzlurch soll sich das Geheimnis der ewigen Jugend verbergen, weil er das ganze Leben lang im Larvenstadium bleibt und geschädigte Organe wiederhergestellt werden können und Verletzungen heilen. Dennoch ist er durch Pestizide, Abfälle, Licht, Lärm vom Aussterben bedroht. In der zweiten Darstellung sieht man eine Puppe ohne Arme und Beine, die auf einem Strand liegt und teilweise von Sand bedeckt ist. Diese hat zwei Aussagen. Die erste ist unmittelbar und zeigt sich wie Müll am Strand. Der Mensch ist wegen des verursachten Mülls für das Aussterben vieler Lebewesen unseres Planeten verantwortlich. Wenn man dieses Bild aber mit dem ersten Bild konfrontiert, dann zeigt sich der Mensch - verkörpert in der Puppe - nicht in seiner Macht, sondern in seiner Zerbrechlichkeit. Kein Mensch kann verlorene Körperglieder, etwas, was die Natur auf wundersame Weise geschaffen hat, so wiederherstellen, wie sie waren.

„Wirklichkeit jenseits der sinnlichen Erscheinung“ aus synthetischer Seide und Leim betont die weiblichen Teile eines Individuums. Es will weder Schönheit noch Erotik oder Gleichheit darstellen, noch provozieren. Es ist als Wesen präsent und verkörpert die perfekte Gestaltung der Natur. Dieses Individuum ist nicht Schöpfer/in des Lebens, sondern ein/e der wesentlichen Teilnehmer/innen der Schöpfung. Es ist ein Bild außerhalb des Klischees. Die dargestellte Figur manifestiert sich in der Reduktion auf das Wesentliche. Das Bild möchte zeigen, dass es nicht allein auf die Schönheit, sondern auch auf die Funktionalität der Gestalt ankommt. Die Darstellung definiert den Menschen als rationales Lebewesen, bei dem alle anderen Bestimmungen nebensächlich sind. Ein Individuum ist Wesen und Existenz.

Geboren in Mailand, Italien, lebt als freischaffende Künstlerin in Wien; Ausbildung an der Universität für Angewandte Kunst und in der Kunstfabrik bei Franz Seitl (Plastik) sowie Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Veröffentlichung des Kinderbuches „Come mi vorrei“ mit Illustrationen von Vincent Kudian (Verlagsbüro Brunner. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst 2017 in deutscher Übersetzung und eigenen Illustrationen im Ecowin Verlag Salzburg erscheinen) Kurse in Bruno Munari–Methodik und Veranstalterin kreativer Kinderkurse in den Räumen der von ihr geleiteten Kinderbetreuungseinrichtung „Spielzimmer 5 Sinne“, Kindermöbel-Design Kuratorin der Ausstellung „Das Werden der Schönheit“ über „work in progress“ im Rahmen der Gartenrestaurierung in Schloss Hof, architektonische Planung und Konzeption für einige alte Handwerke in Schloss Hof, 2016 Ausstellung: Atelier-Galerie Bajadere in Neuhaus an der Triesting, NÖ, 2017 Teilnahme bei POLARITÄT 1_3

Heinz PULLETZ www.galeriestudio38.at/HEINZ.PULLETZ

Die teilweise abstrakten C-Prints greifen verschiedene polarisierende Themen auf: Wünsche (der Enkel) nach Frieden im Gegensatz zum Krieg, oder die Dualität von Mann und Frau („Neumischung der Gene“). Im mit Acrylfarbe überarbeiteten Foto „Jung – Alt“ berühren einander die Hände von Uropa und Urenkel.

Geboren 1940 in Wien, lebt in Wien, Beruf: Graveurmeister, Atelier in Donnersbachwald/Donnersbach und Wien. Nach Besuch der Kunstschule Weiterbildung vorwiegend durch Selbststudium. Malerei: Acryl, Aquarell, Öl, Collagen, Radierungen und C PRINTS mit lichtechter pigmentierter Tinte auf Inkjet Bütten. AUSSTELLUNGEN: in Wien, Salzburg, Niederösterreich und Steiermark, ab 2016 im Rahmen von kunst-projekte. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Gabriele SCHILLINGER www.galeriestudio38.at/GABRIELE-SCHILLINGER

Sie präsentiert zwei Ölbilder mit reduzierten Ast- und Baumstrukturen im Vorder- und einem Teich im Hintergrund. Es sind Symbole für Nähe und Ferne ohne die es keinen Weg gibt. So gesehen sind für sie Polaritäten Verbindungen und Wegmarken zwischen Vertrautem und Unbekanntem.

Geboren 1968 in Wien, als bildnerische Künstlerin Acrylmalerei und Skulpturen aus Speckstein; Autorin, selbständige Trainerin & Coach in der Persönlichkeitsentwicklung u. EDV; Kaffeehaus-Besitzerin in Griechenland (Naxos), Personalbetreuerin und Mitarbeiterin im Familienbetrieb. Zahlreiche Reisen zu unterschiedlichen Kulturen und Landschaften, welche in ihre Werke einfließen. Ausstellungen in Wien und NÖ. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Tschion E. SMOKE  mailto  facebook

Er interpretiert in seinen in die Abstraktion driftenden surrealen Acrylbildern das Thema als Konflikt zwischen Künstler (Mensch) und Natur. Der im Chaos fischende Maler übersetzt nicht das Wesen der Natur, sondern gibt ihr die Form, die dem Menschen dient. Seine Darstellung ist „verseucht“ von Symbolen und Vernunft und dämmt das Chaos ein. Der Künstler setzt die Natur in die Grenzen seiner eigenen Geschichte. Im Endeffekt interessiert es die Natur nicht sehr, wie der Künstler denkt, und die Beziehung und Interpretation der Natur seitens des Künstlers ist nicht so sehr authentisch. Er verwendet auch keine Worte und mit der Sprache der Farben rutscht ihm immer etwas Ungenaues heraus, das zur Dynamik der Natur tendiert. Nur der Akt des Malens kann ihn befreien, ihn weniger präzise werden lassen und der Natur wieder näher bringen.

In „Stranded“ erhebt sich die Gottheit aus einem Berg, die Maschine (Vernunft und Technik) beobachtet die Prozesse der mentalen Transformation. Der Mensch ist in sich selbst gefangen, im Geist seines eigenen Verstands.

„Vom Berg hinunter“ setzt sich mit unsicherem Schritt, aber mit präzisem Ziel das Unklare in Bewegung. Die Natur wird vom Menschen in Zeichen und Symbole transformiert, die zu seinen Strukturen passen – wie ein Löwe, der vielleicht nur Mähnen erkennt. Er nimmt seine Wahrnehmung der Natur als Wahrheit an und steigt herunter um die Welt zu erobern.

„Unter dem Teich“ vereint sich der ertrinkende Mensch, der seinen eigenen Körper verliert, mit der Natur und „vergisst“ die Vernunft.

Geboren 1967 in Montecatini Terme, Italien, lebt in Wien. Malt seit seiner Kindheit autodidakt und hat nur sporadisch ausgestellt, bei Freunden. Teilnahme an kollektiven Ausstellungen in Florenz und Pisa in den 90er Jahren. Damals wurden von ihm auch mehrere Lokale und selbstverwaltete soziale Zentren in der Toskana dekoriert. Nach der Übersiedlung nach Wien konnte er seine Bilder in Büros und Geschäften von Freunden zeigen. Ab 2016 Ausstellungen in kleinen Galerien (Galerie KRAS, 1060 Wien, Trashart, 1180 Wien, Galerie Anderart, Wiener Neustadt, Brick 5, 1150 Wien und einjährige Ausstellung im Verkehrsklub Österreich). 


 

POLARITÄT Werkschau 1_3

Motto:
Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich zusammen aus Licht und Schatten…
Leo Tolstoi 

Mafatime DIONE
Silvia EHRENREICH
Evamaria KARPFEN
Sylvia KÖLBL
Wolfgang F. MÜLLER
Sara PANCOT
Christoph UIBERACKER (Chris Ui)
Gerald WILFLING

 







 


 

die.events

VERNISSAGE Donnerstag, 16. Februar 
AUSSTELLUNGSENDE Samstag, 18. März 
KÜNSTLERGESPRÄCH Dienstag, 7. März 
Silvia EHRENREICH, Christoph UIBERACKER und Wolfgang F. MÜLLER

        

die.künstler & die.werke 

  
       Bilder- und Preisliste 1_3


Mafatime DIONE www.maf-art.de.to

Werke in verschiedenen Farben zu gestalten, ist für den Künstler aus Senegal eine Sache. Nur in schwarz und weiß, Licht und Schatten, hell und dunkel zu malen, reizt ihn immer wieder. So entstand das Landschaftsbild „House of Homberg“, das nur mit diesen beiden Farben eine ganz besondere Ausstrahlung hat. Das Triptychon „Existence“ zeigt intensiv, nur in Schwarz und Weiß, das Leben in drei verschiedenen Facetten.

Geboren 1992 in Thiés / Senegal. In den Kontakt mit verschiedenen Kunstformen kam er schon früh durch seine Familie. Noch während seines IT-Studiums begann er sich intensiv für Kunstgeschichte zu interessieren. Er ließ und lässt sich von berühmten Malern inspirieren. Sein eigener Stil entwickelte sich, je mehr er sich mit der Malerei beschäftigte. Seine Werke erzählen von der Spiritualität und dem Leben in Afrika. Teils realitätsnah, teils abstrahiert oder abstrakt malt er mit Pinsel, seinen Händen oder verwendet Acrylspray. Seine Motive malt er auch auf Shirts, die er dann entweder im Original oder als Druck verkauft.
Zahlreiche E
inzelausstellungen und Beteiligungen in Deutschland, Senegal, Italien, Frankreich und Indien. 2016 Ausstellungsbeteiligung GRENZ_GÄNGE kuratiert von kunst-projekte, 1160 Wien
Aktuell sind drei der vier Werke von Mafatime Dione im Rahmen des Ottakringer Kultupfades 2017 ausgestellt:
House of Homberg Hotel Schwalbe, Degengasse 45
Die Maske, Das Licht der Hoffnung Restaurant Achillion, Ottakringerstraße 233

Silvia EHRENREICH www.galeriestudio38.at/S-EHRENREICH

In der Serie „Der erste Hahnenschrei“ in Form von vier Farbradierungen bezieht sich Silvia Ehrenreich ziemlich genau auf den Inhalt des Zitats, dass „…der Reiz und die Schönheit des Lebens“ sich aus „Licht und Schatten“ zusammensetzen. Bei ihrer Präsentation wird in einfacher Bildsprache die Verbindung von West und Ost gezeigt.

Geboren 1956 in Wien. Lebt in Wien und Lunz am See (NÖ). Zeichnet und malt seit ihrer Kindheit. Kunst bedeutet für sie eine subtile Ausdrucksform, der sie sich seit Jahrzehnten auf ganz unterschiedliche Weise und immer wieder Neues erprobend widmet. Regelmäßige Teilnahme an der Sommerakademie Bohemia für Bildende Kunst in Prag und Kosteletz bei Mag. art. Iva Schach-Miechtner und Mag. art. Luiza Staneva. Kurse in Porträt- und Aktzeichnen (Künstlerische VHS & Künstlerhaus), Ölmalerei bei Michael Fuchs; Dunkelkammer-Workshop in SW-Fotografie. 2010 Nominierung/Teilnahme „Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei“, Leopold Museum, Wien. Zahlreiche Präsentationen und Projekte, Ausstellungen und Kunstmessen national und international. Mitglied der Freien Kunst- und Kulturinitiative Q202 und bei ::kunst-projekte::.

Evamaria KARPFEN www.galeriestudio38.at/EVAMARIA.KARPFEN

Ausgehend von ihrer Chinesischen Tuschmalerei „TEN LANDSCAPES_06“ (2016) enthalten diese als 6teilige Serie konzipierten digital am Computer neu geschaffenen Bilder lichte und schattige Bereiche der Naturlandschaft. Darin integriert ist eine weitere Dimension mit jeweils zwei polarisierenden Farben (blau-gelb, rot-grün, violett-orange), erweitert durch Weiß und Schwarz, um den Eindruck von Licht und Schatten vielfältiger zu vermitteln. Es entsteht eine Verbindung der sehr alten Technik der Chinesischen Tuschmalerei mit dem heute häufig vorhandenen Verlangen nach modern-designorientierten Bildern einer raschlebigen Zeit. Schon seit längerem versucht Karpfen mit ihrer Malerei eine Art „Weltformel“ zu finden, so wie manche Mathematiker und Physiker auf ihrem Gebiet. Diese scheinbare Unmöglichkeit, irgendwann tatsächlich überzeugend umzusetzen, darum ringt die Künstlerin mehr oder weniger in jedem Bild.

Geboren 1950 in Wien; Ausbildung als Musterzeichnerin Textilfachschule Wien; einige Semester Akademie für Angewandte Kunst. Die Natur steht im Fokus ihres Kunstschaffens in Techniken wie Acryl-, Öl-, Aquarell- und Chinesische Tuschmalerei, Reispapier–Collagen, Keramik und Ikebana; Weiterbildung in Kursen, bei Dr. Lena Brauer + (Ölmalerei) und Mag. Marcus Stiehl. Nationale und internationale Ausstellungstätigkeit. Mitglied IG Bildende Kunst, Kulturvernetzung NÖ und bei ::kunst-projekte::.

Sylvia KÖLBL www.galeriestudio38.at/SYLVIA-KOELBL

In den ausgewählten Tierdarstellungen der ehemaligen Veterinärmedizinerin dominieren sowohl Schwarz und Weiß als auch Schatten als Gegenpol zum Licht. Pastellkreiden sind für viele ihrer Arbeiten eine gute Möglichkeit, konkrete Linienführung mit weicher, zum Teil unscharfer Formgebung zu verbinden. Auch die Verwendung von Aquarellstiften und Aquarellfarben erlaubt der Künstlerin präzise Konturen und weiche Farbübergänge zu kombinieren. Das Malmittel Kohle erweist sich für sie hinsichtlich der Aussparung von hellen Flächen und der Betonung der Bildinhalte herausfordernd und reizvoll zugleich. Im Mondlicht ist das nächtliche Treiben eines Wolfsrudels erkennbar, wobei das angestrahlte cremefarbene Fell der Polarwölfe hell leuchtet. Licht ist auch Konturengeber für die Umrisse eines Löwen. Die sichtbare Ausatmungsluft lässt auf eine kalte Nacht schließen. Die Rückenlinie eines liegenden Zebras mit seiner schwarz-weißen Stehmähne erinnert an die „schräge Aufmachung“ mancher Rocksänger. Die Zeichnung des Steppentiers ermöglich ihm eine Anpassung an die Licht- und Schattenverhältnisse und somit eine gewisse Tarnung vor Beutegreifern. Lipizzaner sind „unechte Schimmel“ und werden mit schwarzem Fell geboren. Mit zunehmendem Alter wird die Behaarung infolge Pigmentverlustes und Lufteinschlusses weiß: auf schwarz folgt daher weiß. In dem Bild sind beide Farbvarianten dargestellt: die bereits weiß gefärbte Mutterstute folgt ihrem schwarzen Neugeborenen in den Auslauf; im Schnee sind ihre Schatten schwach erkennbar.

Geboren 1949 in Wien, lebt in NÖ. Studium der Veterinärmedizin. Wissenschaftlich tätig als Virologin; Fachtierärztin und Referentin für internationale Gleichstellungspolitik. Seit 2012 im Ruhestand. Nach Beitritt in das 2013 gegründete Vetart-Kunstforum Wiederaufleben der künstlerischen Aktivitäten; sieht Zeichnen und Malen als Möglichkeit, Phantasien und Emotionen auszudrücken und die Schönheit der Natur nachzuempfinden. Zunächst waren Tierdarstellungen mit Pastellkreiden bevorzugte Motive, ehe sie sich auch anderer Techniken wie Aquarell, Kohle oder Acryl bedient und stets nach neuen, originellen Perspektiven für ihre Bilder sucht. Ausstellungen im Rahmen des Vetart-Kunstforums, 2016 Teilnahme am ART.SALON Summer ’16 von kunst-projekte, 1040 Wien. Mitglied bei ::kunst-projekte::.

Wolfgang F. MÜLLER  www.mywolfgang.at
Seine in Glasplatten geritzten „Eikonogramme“ sind aus dem Zueinander von weißem Lack und Transparenz aufgebaut. Licht und Schatten, Oberfläche und Tiefe treten in Spannung. Verschiedenste Formen und Bewegungen treffen aufeinander, gehen ineinander über. Die Zufälligkeit einer energetischen Momentaufnahme und die tiefe Struktur der Wirklichkeit begegnen sich. Abhängig von Licht und Beleuchtung entstehen verschiedene Effekte, die das Weiß plötzlich als dunkle Fläche erscheinen lassen und schmalen Ritzungen überraschende Weite geben. Die Bezeichnung „deep light – Bilder aus dem Zwischenraum“ verweist auf die Polarität und das Zueinander des Gegensätzlichen, ein Motiv, von dem Müller seit seiner Doktorarbeit über den österreichischen Publizisten Friedrich Heer ständig begleitet wird. Die These lautet dort: „Die Eine Wirklichkeit ist der Prozess der Kommunikation der Gegensätze“ „Aufstehen (uprise)“ zeigt einen Knienden von der Rückseite, den Kopf nach hinten gewendet, um das Aufstehen ringend. Den Körper bildet ein großer Riss, in welchem gegensätzliche Kräfte wirken. „Dreizueins (trinity)“ beschäftigt sich ausgehend vom keltischen Triquetra-Knoten mit der christlichen Gottesbeschreibung als Dreifaltigkeit, die grundlegend ist für das Verständnis der Welt als einheitliche und gleichzeitig vielfältig-gegensätzliche Schöpfung. „Zweizueins (heart)“ hat das Herz zum Thema. Die Grundgestalt wird von zwei Hemisphären gebildet, die in ihrer gegensätzlichen Aktivität den Rhythmus des Lebendigen hervorbringen. Zwischen ihnen entsteht ein mandorlaförmiger Raum.

Geboren 1963 in Salzburg. Verheiratet, Vater von drei Töchtern. Doktor der Theologie (Dissertation über Friedrich Heer). Tätig als Projektentwickler für die Erzdiözese Salzburg. Kreativ tätig als Publizist, Kabarettist. Bildnerischer Autodidakt. Schon als Kind faszinierte ihn die Anfertigung von Landkarten imaginärer Welten. Daraus verselbständigte sich die ornamentale Darstellung von Paradiesgärten und Palästen, „wo der König wohnt“. Später begegnete er dem Mandala, dem Zueinander von Kreis und Quadrat als dem „Allbild“ von Himmel und Erde. Seine „Mandalas“ sind ihm dann mehrfach explodiert, wurden polyzentrische, chaotische Momentaufnahmen dynamischer Prozesse, innen, außen und haben doch ihre Grundbezugsform gefunden. Ab dem Jahr 2000 entstand eine umfangreiche Serie von Mandala-Zeichnungen (Tinte auf Papier, schwarz-weiß, 21 mal 21 cm). Es entwickelte sich eine völlig eigenständige Bildsprache. Zu rein assoziativen Formen kamen gegenständliche Elemente – vor allem Elemente von Gesichtern. Daneben dienen geschriebene Worte, Namen, Sätze als Ausgangspunkte, sodass auch verborgene Kalligrafien entstehenn. Aus den allumfassenden Bildern des Zueinanders von Himmel und Erde wurden gewissermaßen ausschnittartige Momentaufnahmen einer Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Darüber hinaus wuchert das Gekritzel immer und überall weiter auf allen Schreibblöcken und Tagesordnungen, wie das Wachstum ungebetener Pflanzen in den Ritzen wohlgestalteter Flächen. 2013 kam er auf die Idee des Zerkratzens von lackierten Flächen, der Störung vordergründiger Ordnungen bzw. der polierten Oberfläche als der Vollendung des Wohlstandsmaterialismus. Diese „Eikonogramme“ auf Glas bleiben formal dem Quadrat verpflichtet. Erlaubt sind lediglich weiß, schwarz und rot. 2012 Ausstellung von Arbeiten auf Papier in einem Salzburger Innenstadtlokal. 2012 Veröffentlichung einer Zeichnung in: Fink, Renate u. a., Vertrauen, Buchen-Verlag. 2013 Veröffentlichung einer Zeichnung in: Mariazellerland GmbH, Mariazeller Pilgerbuch. 2015 Teilnahme an der Sammelausstellung „Kunst Salon Salzburg“ im Gusswerk Salzburg.

Sara PANCOT www.sarapancot.com

Grundaussage ihrer Werke (Acryl, Mischtechnik, verschiedene Materialien auf Leinwand)  ist, dass in der Natur Erschaffung und Zerstörung, Leben und Tod einander fortwährend abwechseln. Die Weiterentwicklung der Lebewesen ist mit diesen Kreisläufen verbunden. Auf der verzweifelten Suche nach Glück und Freiheit und dem Versuch, dem Leid zu entfliehen, verfangen sich die Menschen in einer talwärts führenden Spirale enttäuschter Ziele, Vorstellungen und Hoffnungen. Sie sind nicht in der Lage zu sehen, dass sich der Eingang zum Glück dort befindet, wo man ihn nicht sucht und nicht vermutet, und zwar in der Akzeptanz des Leidens, seiner „Ästhetik“ im philosophischen Sinn. In „Stop it!“ steht eine Frau dem Betrachter leicht dezentral gegenüber, als ob sie von einem Stoß leicht auf die linke Seite geschoben würde. Ihre Hände verdecken ihr Gesicht. Das Licht kommt stark von hinten und von oben. Die Körperkonturen sind sparsam definiert, ihre Mimik kaum zu lesen. Ihre Gestik deutet darauf hin, dass sie gerade leidet. Die Augen sind geschlossen. Die Finger sind dünn und dazwischen fließen ein paar dickflüssige rote Tropfen. Der Pinselstrich ist schnell und sparsam auf die Leinwand gesetzt. Für den Betrachter bleibt vieles offen. Gezeigt wird die Ästhetik des Leidens. Frauen weinen Blut, wenn sie von ihren Kindern getrennt werden, wenn ihre Existenz vernichtet wird, wenn an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume nicht mehr geglaubt wird. Sie weinen, seit es Menschen gibt. Alles wiederholt sich im Laufe der Geschichte. In Nietzsches Philosophie ist die ewige Wiederkunft des Gleichen ein zentrales Element. „Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins.“ (aus: „Also sprach Zarathustra“) Bei „Freiheit im Blick“ ist das männliche Gesicht stark im Vordergrund und direkt dem Betrachter zugewandt. Der Mann hat keine Hoffnung auf Freiheit, weil die Gefangenschaft Teil seiner Existenz geworden ist. Nichtsdestotrotz ist sein Blick würdig. Ein Anflug von Lächeln, versteckt im Vollbart, ist spürbar. Die Augenbrauen sind hochgezogen und zeugen von Neugier. Die beiden Pole „Freiheit“ und „Streben nach der Freiheit“ sind unvereinbar, aber sie koexistieren. Der Mensch möchte frei sein, schafft sich aber immer wieder neue Grenzen. Nur im Traum kann die Vorstellung, absolute Freiheit zu besitzen, bestehen. Wie Friedrich Hebbel gesagt hat:„Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, wie es scheint.“ „Die perfekte Verteilung der Materie“ besteht aus zwei Teilen. Auf der linken Seite sitzt ein gemütlicher, zufriedener, molliger Mann in Badehose. Auf der rechten Seite ist das Bild vollständig mit Verpackungsmaterialien für Junkfood bedeckt. Darauf ist ein magersüchtiges kleines Kind in schwarzer Acrylfarbe erkennbar. Das Kind sucht mit seinem dünnen Arm nach Essen im Müll. Die beiden Darstellungen entsprechen unserer Realität. Die Essensgewohnheiten unserer Wohlstandsgesellschaft verschlechtern unsere Lebensqualität. Dicke Menschen fühlen sich oft psychisch und physisch krank. Paradoxerweise verschickt Europa seinen Wohlstandsmüll nach Afrika und Indien. Dieser wird zu riesigen Müllhalden zusammengeschoben, auf denen Kinder und Jugendliche oft ohne jedwede Sicherheitsmaßnahmen Arbeiten ausführen und dabei schwer erkranken. Der in die armen Länder verschickte Müll ist auch einer der Gründe der ökologischen Katastrophen in diesen Ländern, aber auch bei uns. Der ganze Müll landet irgendwann im Meer, wird von den Fischen aufgenommen, die wieder bei uns am Teller landen.

Geboren in Mailand, lebt als freischaffende Künstlerin in Wien; Ausbildung an der Universität für Angewandte Kunst und in der Kunstfabrik bei Franz Seitl (Plastik) sowie Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Veröffentlichung des Kinderbuches „Come mi vorrei“ mit Illustrationen von Vincent Kudian (Verlagsbüro Brunner. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst 2017 in deutscher Übersetzung und eigenen Illustrationen im Ecowin Verlag Salzburg erscheinen) Kurse in Bruno Munari–Methodik und Veranstalterin kreativer Kinderkurse in den Räumen der von ihr geleiteten Kinderbetreuungseinrichtung „Spielzimmer 5 Sinne“, Kindermöbel-Design Kuratorin der Ausstellung „Das Werden der Schönheit“ über „work in progress“ im Rahmen der Gartenrestaurierung in Schloss Hof, architektonische Planung und Konzeption für einige alte Handwerke in Schloss Hof 
2016 Ausstellung: Atelier-Galerie Bajadere in Neuhaus an der Triesting, NÖ

Christoph UIBERACKER (Chris Ui) www.galeriestudio38.at/CHRISUI

Die vier C-Prints sind ästhetische Umsetzungen von Licht und Schatten. In „Kontrolle und kontrolliert werden“ geht es um den Einfluss des Menschen auf die Natur. Energie spendet Licht und ermöglicht Produktivität, die wieder zu noch mehr Kontrolle führt. Dieses Machtspiel kann schnell gefährlich werden, wenn „einer den Knopf drückt“. In „Kathedrale“ erweckt der Verfall schlichte funktionale Industriearchitektur zum Leben. „Abstraktion Raum“ und „LichtFluss“ abstrahieren die Bewegung von Menschen im öffentlichen Raum und Oberflächen beziehungsweise Räume verfallener Industriearchitektur.

Geboren 1972 in Wien, lebt in NÖ; Studium Technische Chemie, Unterrichtstätigkeit Naturwissenschaften - TGM Wien 20, seit Herbst 2016 Orientierungsjahr an der Wiener Kunstschule. Ab 1978 erste Versuche mit Bleistift und Tusche, ab 1985 Ölmalerei, ab 1991 experimentelle Fototouren; beginnt während eines Aufenthaltes in New York City (2000-2001) als Assistent für Physik Auseinandersetzung mit Analogfotografie. Ausstellungen in Wien und NÖ. Mitglied Fotoreferat TU Wien und bei ::kunst-projekte::.  

Gerald WILFLING www.geraldwilfling.com

Das Bild zeigt den Akt einer Frau im Licht, nicht nur schwarz-weiß, sondern bunt, als Ausdruck verschiedener Grade von Schatten. Der Körper an sich ist das universelle Kunstwerk der Schöpfung schlechthin. Gerade der weibliche Körper versinnbildlicht nicht nur Ästhetik, sondern den Ursprung des Lebens durch die Möglichkeit der Mutterschaft. Beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln ist es eine persönliche Darstellung der ganzen Schönheit des Lebens

Geboren 1967 in Innsbruck, nach Abschluss der Handelsschule dreieinhalbjähriger Auslandsaufenthalt in England und Japan, lebt in Wien. Hat bis zum 41. Lebensjahr sein Leben neben seiner Familie fast ausschließlich dem Berg- und Klettersport gewidmet, in den letzten Jahren auch dem Triathlon. 2015 ist sein Interesse an Kunst zum Versuch übergegangen, selbst bildnerisch schaffend zu werden. Seither ist das Malen seine große Leidenschaft geworden. Erste Bilder entstanden im September 2015. 

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presseinformation

PRESSETEXT 3_3
Hochkarätige künstlerische Positionen zur Polarität bei der dritten Werkschau! 
An der dritten und letzten Werkschau von kunst-projekte zum Jahresthema POLARITÄT, die am 16. September im Club International eröffnet wird, sind 13 international tätige mit Kunstpreisen ausgezeichnete Künstlerinnen und Künstler beteiligt, die aus Kroatien, Russland, Ukraine, Ungarn, und Österreich stammen. In Malerei, Mixed Media, Zeichnung und Fotokunst werden unterschiedliche Aspekte der Metamorphose und von Seinszuständen untersucht und frei interpretiert. Phänomene aus der Natur und dem Menschsein, die sich oft nur vordergründig als Gegensätze erweisen, dienen den beteiligten Kunstschaffenden als Beispiele. Gegenständliches, Abstraktes und Surreales bieten dem kunstinteressierten Publikum genügend Spielraum für eigene Deutungen. Das gesamte Ausstellungsprojekt – POLARITÄT Werkschau 1, 2 und 3 – wird wieder in einem - auch digitalen - Werkkatalog dokumentiert.

Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Lea ANDERS sind je nach Bildmotiv zwei unterschiedlichen Welten zuzuordnen, die sich in irgendeiner Art und Weise berühren. In DIESSEITS UND JENSEITS trifft Physisches auf Metaphysisches. Bei JUGEND UND ALTER geht es um die Vielschichtigkeit und die Komplexität beider Seinszustände. MANGEL UND ÜBERFLUSS ist eine Metapher für die Fülle, aber auch für Bodenlosigkeit. 
Ellen BITTNER thematisiert in INSIDE – OUTSIDE Begriffe wie Krieg – Frieden – Armut – Reichtum – Ausgrenzung – Akzeptanz. FEDERLEICHT – TONNENSCHWER schwebt man im Universum des Reichtums, und fällt tonnenschwer ins Dunkel der Ungewissheit. 
Vjekoslav BORIC zeigt in SMARTPHONING eine vertraute Naturkulisse und ein kleines Ding in der Hand der liegenden Person als Gegensatzpaar.
Bei Elisabeth BURKERT trifft im Werk ÄTNA heiße Lava auf Schnee und Eis. Ein TRAUM von Elfen in dunkler Nacht wurde in Grautönen umgesetzt.
DIATVEREMA (Ilona PETÖNE SZENTES) hat in ihren Zeichnungen Persönlichkeiten wie HAWKING & NEWTON und DALAI LAMA & EINSTEIN als Yin und Yang-Paare gestaltet. 
Anna FREUDENTHALER greift in FISH TURN INTO BIRDS die Evolution auf. So wie viele ihrer anderen Werke übt die großformatige detailreiche Schwarz-Weiß-Tusche-Zeichnung auf dem Medium Papier eine magische Wirkung aus. 
Ingrid HALTER wählte bei JUNG UND ALT in der für sie typischen Malweise (H2Oil-Farben und kristalline Strukturen) den Kanadakranich als Motiv: eines der best behüteten Tiere auf unserem Planeten. 
Heidrun KARLIC lässt ein PINGUINTRIO über das Ozonloch und über den Klimawandel diskutieren: ein Themenkreis, der immer wieder „polarisiert". 
Erich J. KREUTZER stellt in der Fotoarbeit DIFFUSE AUSGRENZUNG anhand von Insekten die Polarität zwischen einer – intellektuell nicht überaus hochstehenden – Gruppe und einem „neuen“ Individuum dar. 
Im Gemälde von Tamara MATARA (Tamara KOLB) LEBEN UND TOD - DIE ZWEI TEILE DES SEINSL, wird die Figur SIE, die ihr Schaffen begleitet, gespiegelt. Die vordergründig dekorative Schönheit der graphisch anmutenden Linien verweist dennoch auf eine tiefgründige Aussage. 
Franz PETTO versinnbildlicht in DER MENSCH UNTER DRUCK dessen Zustand in unserer Gesellschaft. Wenn sich Pole wie Arm und Reich bilden und über die Jahre noch verstärken, entsteht Druck, der unerträglich werden kann..
Katalin RATH beschäftigt sich in ihrem Werk LÜGE UND WAHRHEIT, das hochkant/diagonal präsentiert wird, mit einem in Zeiten der Social Media brisanten Phänomen. Lüge und
Wahrheit sind immer schwieriger zu unterscheiden. 
Helena SOBEK (Lena Dongauzer), die in Konstanz (D) lebt, verzichtet bei ihren beiden Werken AFRIKA und DIE UND DREI ANDERE auf eigene Interpretationen. Dennoch hat sie ihnen ein Gedicht bzw. ein Zitat sozusagen als erweiterte Bildunterschrift zugeordnet. 

Lea ANDERS
Ellen BITTNER
Vjekoslav BORIC
Elisabeth BURKERT
DIATVEREMA

Anna FREUDENTHALER
Ingrid HALTER
Heidrun KARLIC
Erich J. KREUTZER
Tamara MATARA
Franz PETTO
Katalin RATH
Helena SOBEK

 

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PRESSETEXT 2_3

Der schöpferische Mensch und seine Beziehung zur Natur in einer faszinierenden Werkschau! 
Zehn Künstlerinnen und Künstler, die aus Italien, Russland, Ungarn und Österreich stammen, sind an der zweiten von drei Gruppenausstellungen zum Jahresthema POLARITÄT beteiligt, die am 16. Mai im Club International eröffnet wird. 
Der Schwerpunkt der zweiten vom Verein ::kunst-projekte:: kuratierten Werkschau liegt auf der Beziehung des schöpferischen Menschen zu Natur und Umwelt. Das Thema wird mittels Grafik, Zeichnung, Malerei in verschiedenen Techniken bis hin zu naturähnlichen Installationen und Materialbildern untersucht und vielschichtig dargestellt. Auch die Polarität von Chaos und Ordnung, von Schönheit und Verfall, Lebendigkeit und Morbidität, spielt eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus lassen sich interessante Querverbindungen und Überschneidungen von Motiven in den ausgestellten Werken entdecken. 

Die Tiere der Serie LASCOTTINA von Marion BANCHER erinnern an die berühmte Höhlenmalerei von Lascaux in Frankreich aus dem Jungpaläolithikum. 
VERVIELFACHTE GEGENSÄTZLICHKEIT nennt DIATVEREMA (Ilona PETÖNE SZENTES) ihre beiden experimentellen Mischtechniken aus Aquarell und digitaler Bildbearbeitung. 
Mit schwarz-weißen LABYRINTHEN, Tuschezeichnungen auf Papier, versucht Anna FREUDENTHALER sich eine Matrix zu schaffen, um die Dinge um sie herum besser zu verstehen und die Mechanismen, die unsere Welt bewegen, zu hinterfragen. 
Die Polarität von Chaos und Ordnung ist in den PARANATURAL ART INSTALLATIONS von Roland HAUSER zu finden: Objekte aus gesammelten Naturmaterialien (Äste, Blattwerk, Lianen) werden mit Fäden, Stoffen und Netzen und Lichteffekten zu Kunstwerken. 
Yin und Yang sind Metaphern der beiden Ölbilder von Sonja HENISCH: Das türkische Mädchen schützt sich in ihrem kühlen schattigen Zimmer vor den Gefahren der Außenwelt. Die Frau auf einer einsamen Insel möchte den Tanz des Lebens tanzen, neben ihr das tote, angeschwemmte Kind. 
Um die Vielfalt der Schöpfung aufzuzeigen, experimentiert Sylvia KÖLBL mit unterschiedlichen Techniken und Farben: der leuchtend rote Flamingo, eine lila Schwertlilie aus der Makroperspektive, der unscheinbare Dickkopffalter, in einem farbenfrohen Umfeld, der Vari mit seiner ins Orange übergehenden Hauptbehaarung, die einer Löwenmähne gleicht. 
In ihren zweiteiligen Werken aus verschiedenen Materialien geht es Sara PANCOT um die Bedrohung von Lebensräumen. Dem Detail einer Gorillahand steht eine Ansammlung von Menschenhänden gegenüber; der Schwanzlurch Axolotl, bei dem geschädigte Organe wiederhergestellt werden können, der sandbedeckten Puppe ohne Arme und Beine auf einem Strand. Ein drittes Bild betont, dass es nicht allein auf die Schönheit, sondern auf die Funktionalität der Gestalt ankommt. 
Die abstrakten C-Prints von Heinz PULLETZ widmen sich Wünschen (der Enkel) nach Frieden, der Dualität von Mann und Frau. Im mit Acrylfarbe überarbeiteten Foto berühren einander die Hände von Jung (Urenkel) und Alt (Uropa). 
Gabriele SCHILLINGER präsentiert zwei Ölbilder mit reduzierten Ast- und Baumstrukturen im Vorder- und einem Teich im Hintergrund, Symbole für Nähe und Ferne, Polaritäten als Wegmarken zwischen Vertrautem und Unbekanntem. 
Tschion E. SMOKE interpretiert in seinen in die Abstraktion driftenden surrealen Acrylbildern das Thema als Konflikt zwischen Künstler (Mensch) und Natur. Der Maler setzt die Natur in die Grenzen seiner eigenen Geschichte. Nur der Akt des Malens kann ihn befreien, ihn weniger präzise werden lassen und der Natur wieder näher bringen.




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Polarität – Beginn der Ausstellungsreihe über eine Welt der Gegensätze!
Am 16. Februar wird die erste Werkschau zum aktuellen Jahresthema „Polarität“ eröffnet. Der Themenbereich wird im gesamten Jahresprogramm, speziell aber in diesen drei vom Verein ::kunst-projekte:: kuratierten Gruppenausstellungen im Club International künstlerisch interpretiert und aufgearbeitet. Polarität ist allgegenwärtig. Offenbart sich doch die äußere Welt überhaupt nur durch Gegensätze oder Gegensatzpaare, die untrennbar miteinander verbunden sind: Tag lässt sich nur im Kontrast zur Nacht definieren, Heiß nur, wenn es auch Kalt gibt, keine Armut ohne Reichtum etc. Der Begriff hat – betrachtet man die Menschheit voller Konflikte und Ungleichheit – auch politische Bedeutung. An der ersten von drei Gruppenausstellungen zu diesem komplexen und vielschichtigen Thema, der ein Zitat von Leo Tolstoi als Motto voran steht, nehmen 8 Künstlerinnen und Künstler teil. In ihren Arbeiten – Malerei, Zeichnung, Radierung, Fotografie, Computerdruck, Assemblage oder „Eikonogramme“ auf Glasplatten – verwenden sie zum Gegensatzpaar „Licht und Schatten“ ganz unterschiedliche Bildsprachen und Bildmotive. Die Darstellungsformen reichen von der polarisierenden Farbwahl (z. B. schwarz-weiß, hell-dunkel, Licht und Schatten), der gegensätzlichen Linienführung (scharf-unscharf, dynamisch-statisch) bis hin zu inhaltlichen - religiösen, philosophischen oder gesellschaftspolitischen - Interpretationen.

Den Senegalesen Mafatime DIONE, der mit einem Landschaftsbild und einem Triptychon in Acryl vertreten ist, reizt es immer wieder, Gemälde nur in Schwarz und Weiß zu gestalten.
Silvia EHRENREICH präsentiert vier Farbradierungen, in denen sie in einfacher Bildsprache die Verbindung von West und Ost zeigt. Die sechsteilige Serie von 
Computerdrucken in jeweils zwei polarisierenden Farben von Evamaria KARPFEN basiert auf ihren Landschaftsbildern in Chinesischer Tuschmalerei und kombiniert eine alte Technik mit einem modernen Medium. In den Tierdarstellungen der ehemaligen Veterinärmedizinerin Sylvia KÖLBL dominieren sowohl Schwarz und Weiß als auch Schatten als Gegenpol zum Licht. Mit Pastellkreiden, Aquarellstiften und Kohle schafft sie sowohl präzise Konturen als auch weiche Farbübergänge. Die in Glasplatten geritzten „Eikonogramme“ des Salzburgers Wolfgang F. MÜLLER mit religionsphilosophischen Inhalten sind aus dem Zueinander von weißem Lack und Transparenz aufgebaut. Abhängig von Licht und Beleuchtung entstehen verschiedene Effekte, die das Weiß plötzlich als dunkle Fläche erscheinen lassen und schmalen Ritzungen überraschende Weite geben. Die aus Mailand stammende Künstlerin Sara PANCOT beschäftigt sich in ihren Werken in 
Acryl-Mischtechnik sowie einem zweiteiligen Materialbild mit dem ewigen Kreislauf von Erschaffung und Zerstörung, Leben und Tod, Wohlstand und Mangel und der „Ästhetik des Leidens“ im philosophischen Sinn. Die vier C-Prints von Christoph UIBERACKER (Chris Ui) sind ästhetische Umsetzungen von Licht und Schatten: es geht um den Einfluss – „Kontrolle“ – des Menschen über die Natur, um Abstraktionen der Bewegung von Menschen im öffentlichen Raum sowie Oberflächen beziehungsweise Ansichten verfallener Industriearchitektur und deren morbidem Charme. Gerald WILFLING malte den Rückenakt einer Frau, der mit schwarz-weißen und bunten Schattierungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird, als Sinnbild für die ganze Schönheit des Lebens.



                  


 

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